Vermutlich gerade noch rechtzeitig rettete die Polizei einen Hund im Stegauracher Gemeindeteil Mühlendorf im Landkreis Bamberg vor dem Tod. Der Besitzer hatte den Vierbeiner – wenn auch unbeabsichtigt – in einer ausweglosen Lage zurückgelassen.
Große Sorge um Nachbarhund
Nach Angaben der Polizei hatten Anwohner am Montagmittag (29. Dezember) Alarm geschlagen, weil auf einem Nachbargrundstück offensichtlich seit längerer Zeit ein Hund alleine gelassen wurde. Bereits seit Heiligabend hatte der Labrador immer wieder mal gebellt, da er nun seit Sonntag jedoch nur noch „jämmerlich jaulte und winselte“, machten sich die Nachbarn große Sorgen um den Hund. Der Besitzer des Tieres wollte erst in einigen Tagen nach Hause kommen.
Polizei findet winselnden Vierbeiner auf Terrasse
Bei Eintreffen der Polizei fanden die Beamten den winselnden Hund auf der ummauerten Terrasse. Zwar hatte sein Herrchen das Tier mit einem Futterautomaten und mehreren Eimern Wasser zurückgelassen, die Rechnung aber ohne die winterlichen Temperaturen gemacht, denn das Wasser war aufgrund der anhaltenden Minustemperaturen eingefroren.
Anzeige gegen Besitzer
Das Futter war bereits leer, sodass der Vierbeiner ohne fremde Hilfe wohl nicht mehr lange durchgehalten hätte. Nach Rücksprache mit dem inzwischen kontaktierten Besitzer wurde die Tür zur Terrasse mit Unterstützung der Feuerwehr geöffnet und der Hund dem ebenfalls anwesenden Veterinär übergeben. Bis zur Rückkehr seines Herrchens wurde der Labrador in einem Tierheim untergebracht. Der Hundehalter erhält eine Anzeige nach dem Tierschutzgesetz.