Fr., 15.05.2026 , 11:04 Uhr

Landkreis Hof

Nach Theorie direkt in die Praxis: Großkontrolle der Polizei bei Berg deckt zahlreiche Verstöße auf

Beamte verzeichnen Erfolge nach Theorieschulung

Ein theoretischer Workshop zu den Themen Drogen und Dokumentenkriminalität hat für oberfränkische Polizeibeamte am Mittwoch (13. Mai) einen hocheffektiven Praxisabschluss gefunden. Bei einer anschließenden Großkontrolle an der Zollhalle in Berg (Landkreis Hof) zog die Polizei zahlreiche Verkehrssünder aus dem Verkehr. Auch die Justiz war direkt vor Ort eingebunden.

Atypischer Auftakt: Kleintransporter rammt Rolltor

Der Kontrolltag begann für die Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Oberfranken und der Grenzpolizeigruppe der Verkehrspolizei Hof mit einer Überraschung: Noch bevor die Kontrollstelle offiziell eingerichtet war, fuhr der Fahrer eines Kleintransporters zu früh in die Zollhalle ein. Dabei kollidierte das Fahrzeug mit dem Rolltor der Halle und beschädigte dieses so schwer, dass es kurzzeitig defekt war.

Gefälschte Dokumente, Waffen und Drogen

Im weiteren Verlauf der großangelegten Maßnahme zeigten sich die Beamten nach ihrer vorangegangenen Schulung bestens geschult. Die Einsatzkräfte registrierten eine Vielzahl von teils schweren Verstößen. Unter anderem flogen zwei Fälle von mutmaßlicher Urkundenfälschung mit gefälschten Führerscheinen auf. Zudem dokumentierten die Polizisten vier Fälle von Kennzeichenmissbrauch, zwei Fahrten ohne Fahrerlaubnis sowie einen Verstoß gegen das Waffengesetz. Auch drei Verstöße nach dem Betäubungsmittelgesetz wurden zur Anzeige gebracht.

Mit über 1,6 Promille am Steuer

Ein besonderes Augenmerk lag auf der Verkehrstüchtigkeit der Fahrer. Drei Fahrzeugführer stehen im Verdacht, sich unter dem Einfluss berauschender Mittel ans Steuer gesetzt zu haben – sie müssen mit einem Bußgeld von jeweils 500 Euro rechnen. Den sprichwörtlichen Vogel schoss jedoch ein 45-jähriger Mann aus Polen auf: Er wurde mit einem Alkoholwert von über 1,6 Promille gestoppt. Ihn erwartet nun eine Strafanzeige wegen Trunkenheit im Verkehr sowie ein Fahrverbot für das Bundesgebiet. Für insgesamt fünf Fahrzeuge war die Reise an der Zollhalle beendet; die Polizei untersagte den Fahrern die Weiterfahrt. Um die rechtliche Bewertung der Verstöße noch vor Ort zu beschleunigen, wurde die Aktion von drei Staatsanwältinnen der Staatsanwaltschaft Hof direkt an der Kontrollstelle begleitet.

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