Mo., 20.03.2017 , 14:36 Uhr

Oberfranken: GPS-Ortung in Notfällen nun möglich

Polizei mit neuer Software ausgestattet

Mit der Anfang März durch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann vorgestellten, neuentwickelten Software für die Einsatzzentralen der Bayerischen Polizei ist seit Montag (20. März) auch die oberfränkische Polizeieinsatzzentrale ausgestattet. Ab sofort kann in Notfällen nach Freigabe durch den Betroffenen sein Standort bis auf wenige Meter genau geortet werden.

In Not geratene Personen können Standort nicht immer genau angeben

In der Vergangenheit kam es leider immer wieder vor, dass der Anrufer seinen genauen Standort nicht angeben konnte. So mussten Einsatzkräfte Mitte November 2016 zeitaufwendig und personalintensiv nach einem vermissten 77-Jährigen suchen, der sich mit seinem Fahrzeug in einem Waldgebiet bei Dunkelheit festgefahren hatte. Erst nach über zwei Stunden konnten die Suchmannschaften den Mann auffinden. Mit der neuen Technik ist eine zeitnahe Ortung innerhalb kurzer Zeit möglich und den Hilfesuchenden kann noch schnellere Hilfe angeboten werden.

Über aufgerufenen Link werden genau Koordinaten übermittelt

Das neue System kann jeder nutzen, der ein internetfähiges Mobiltelefon mit aktivierter GPS-Funktion und Netzempfang hat. Im Notfall sendet die Einsatzzentrale eine SMS mit einem Link an die Mobiltelefonnummer des Anrufers. Nachdem dieser Link vom Anrufer aufgerufen wurde, wird die GPS-Position des Smartphones ausgelesen. Die Koordinaten werden dann an die Einsatzzentrale übermittelt und in einer Karte dargestellt. Über eine Schnittstelle können diese Informationen von der Polizei auch an die integrierten Leitstellen der Feuerwehren und der Rettungsdienste gesandt werden.

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