Fr., 06.03.2026 , 10:59 Uhr

Stadt und Landkreis Bayreuth

Prävention gegen Schockanrufe: In Bayreuther Arztpraxen werden Plakate ausgehängt

Die Maßnahme richtet sich hauptsächlich an ältere Menschen

Wie das Polizeipräsidium Oberfranken informiert, wird die Präventionsarbeit gegen Callcenterbetrug erweitert. In Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Kreisverband Bayreuth werden Präventionsplakate künftig in regionalen Arztpraxen ausgehängt.

Maßnahme richtet sich hauptsächlich an Senioren  

Ziel sei es, eine Vielzahl von Arztpraxen im Raum Bayreuth mit entsprechen Plakaten auszustatten. Die Maßnahme richte sich insbesondere an ältere Menschen, die häufig Ziel perfider Betrugsmaschen wie dem sogenannten Schockanruf würden. Gleichzeitig sollen laut Mitteilung auch jüngere Generationen sensibilisiert werden, die ihre Eltern oder Großeltern über die Vorgehensweise der Täter aufklären können.

Erfolgreiche Stadtbuskampagne

Wie die Polizei weiter informiert, waren die Plakate bereits im vergangenen Jahr Teil einer erfolgreichen Stadtbuskampagne. Über einen QR-Code gelangten Interessierte direkt zum Präventionsvideo der Polizei Oberfranken. Darin schilderte eine Geschädigte ihre persönlichen Erlebnisse, ergänzt durch Originalmitschnitte eines echten Betrugsanrufs.

Betrüger setzen gezielt auf Angst

Betrüger setzen gezielt auf Angst, Zeitdruck und Isolation. Deshalb ist es wichtig, die Menschen an Orten zu erreichen, an denen sie sich in Ruhe mit einem Thema auseinandersetzen können“, erklärt „In Arztpraxen erreichen wir zudem viele Bürgerinnen und Bürger, die möglicherweise aktuelle Warnhinweise nicht regelmäßig verfolgen. So schaffen wir zusätzliche Aufmerksamkeit und stärken die Prävention dort, wo sie besonders gebraucht wird.

Dominik Klose, Kriminalpolizeilicher Fachberater der Kriminalpolizei Bayreuth

Wichtiger gesellschaftlicher Beitrag

Auch wir als Ärzteschaft sehen es als wichtigen Beitrag, gesellschaftliche Themen aufzugreifen, die unsere Patientinnen und Patienten unmittelbar betreffen. In unseren Praxen erreichen wir täglich viele Menschen unterschiedlichster Altersgruppen. Wenn wir durch das Aushängen der Plakate dazu beitragen können, über die perfiden Maschen der Betrüger zu informieren und Gespräche in den Familien anzustoßen, unterstützen wir diese Initiative sehr gerne.

Dr. Ingo Rausch, Vorsitzender des ärztlichen Kreisverbandes Bayreuth

Appell der Polizei

Wie die Polizei abschließend informiert, solle man bei unbekannten Anrufen misstrauisch bleiben, keine persönlichen Daten preisgeben und niemals Bargeld oder Wertgegenstände an Fremde übergeben. Im Zweifel gelte sofort auflegen und die 110 anrufen.

Präventionsvideo der Polizei

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