Ein massiver Fall von häuslicher Gewalt hat am Mittwoch (10. Juni) im Stadtgebiet von Selb (Landkreis Wunsiedel) zu einem größeren Polizeieinsatz geführt. Ein Mann demolierte nicht nur eine Wohnung, sondern verletzte bei seiner Festnahme auch einen Polizeibeamten. Der Tatverdächtige stand unter erheblichem Alkoholeinfluss und befand sich offenbar in einer psychischen Ausnahmesituation.
Wohnung demoliert – Bewohner flüchten
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei verschaffte sich der Mann im Verlauf einer familiären Streitigkeit gewaltsam Zutritt zu einer Wohnung, wobei er eine Glasscheibe zertrümmerte. Den anwesenden Bewohnern gelang es glücklicherweise, sich rechtzeitig vor dem tobenden Mann in Sicherheit zu bringen. In den Räumen richtete der Randalierer anschließend erhebliche Verwüstungen an. Der dabei entstandene Sachschaden wird von den Ermittlern vorerst auf rund 2.000 Euro geschätzt.
Widerstand bei Festnahme: Polizist leicht verletzt
Nach der Tat flüchtete der Verdächtige zunächst vom Tatort. Die Polizei leitete umgehend eine Fahndung im Stadtgebiet ein und konnte den Mann wenig später aufgreifen. Bei den anschließenden polizeilichen Maßnahmen zeigte sich der Gesuchte jedoch völlig uneinsichtig: Er leistete massiven Widerstand und griff die Einsatzkräfte tätlich an. Ein Polizeibeamter erlitt hierbei leichte Verletzungen.
Zwei Promille und Einweisung in die Psychiatrie
Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest erklärte zumindest teilweise die Aggressivität des Mannes: Er hatte stolze 2,00 Promille im Blut. Da der Festgenommene sich zudem offensichtlich in einem psychischen Ausnahmezustand befand, wurde er nach Abschluss der ersten Maßnahmen in ein Bezirkskrankenhaus eingewiesen. Auf den Mann kommen nun einige Anzeigen zu. Die Polizei hat unter anderem Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs auf und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Bedrohung sowie Sachbeschädigung eingeleitet.