Fr., 28.11.2025 , 11:11 Uhr

Stadt Bayreuth

"Sollte zur Rechenschaft gezogen werden": Großes Fischsterben im Bayreuther Hofgarten - Zeuge fordert Konsequenzen!

Reinigungsmaßnahme mit fatalen Folgen

Ein Vorfall im Bayreuther Hofgarten sorgte vor einigen Tagen für einen großen Aufschrei in der Stadt. Im Rahmen einer Reinigungsmaßnahme in einem Kanal waren dort zahlreiche Fische verendet – zum Entsetzen vieler Anwohner

Zahlreiche Fische sterben im Bayreuther Hofgarten

Nach Informationen von TV Oberfranken hatten Mitarbeiter des Hofgartens – wie es regelmäßig zur Reinigung üblich ist – einen Kanal abgelassen. Normalerweise bleiben den Fischen bei diesem Szenario tiefere Stellen im Gewässer, um dort in solchen Fällen Zuflucht zu suchen, aufgrund der Vereisung war dies an besagtem Tag allerdings offenbar nicht möglich. Durch den niedrigen Wasserstand und die eisigen Temperaturen erstickten und erfroren in der Folge eine größere Menge der im Kanal schwimmenden Fische.

Bayreuther Geschäftsmann fordert Konsequenzen

Zur genauen Anzahl der verendeten Fische gibt es unterschiedliche Angaben. Während ein Sprecher des Bezirks Oberfranken von etwa 60 bis 70 Tieren spricht, beziffert die Bayreuther Schlösserverwaltung, welche die Reinigungsmaßnahmen veranlasst hatte, den Verlust mit rund 30 Fischen. So oder so, der Anblick, der sich den Besuchern des Hofgartens in der Folge bot, wird einigen im Gedächtnis bleiben. Einer dieser Menschen ist der Bayreuther Geschäftsmann Charlie Breitzmann, der nach Bekanntwerden des Vorfalls die Feuerwehr informierte – und im Gespräch mit TV Oberfranken Konsequenzen für die Verantwortlichen fordert: „Der, der das in Auftrag gegeben hat, der sollte schon zur Rechenschaft gezogen werden. Und soweit ich weiß, ist das die Schlösserverwaltung Bayreuth“.

Schlösserverwaltung bezieht Stellung

Auf Anfrage von TVO nahm die Schlösserverwaltung inzwischen zu den erhobenen Vorwürfen Stellung: „Der vorhergesagte Wintereinbruch wurde von Beginn der Maßnahmen an aufmerksam beobachtet. Die Kälte trat jedoch deutlich schneller und intensiver ein, als dies nach den Prognosen zu erwarten gewesen wäre“, schreiben die Verantwortlichen in einem schriftlichen Statement. „Die Absenkmaßnahmen waren so konzipiert, dass sie unter regulären Temperaturverläufen ohne Risiko hätten durchgeführt werden können. Die unerwartet rasche Vereisung führte jedoch zu einer Situation, die trotz sorgfältiger Vorbereitung und Begleitung durch eine Fachfirma leider nicht vollständig vermeidbar war“, heißt es weiter.

Veterinäramt Bayreuth untersucht Vorfall

Die toten Fische wurden schließlich entsorgt, doch damit ist das Thema noch nicht beendet. Mittlerweile wurde Anzeige wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet. Das Veterinäramt Bayreuth überprüft derzeit, ob tatsächlich ein Gesetzesverstoß oder zumindest eine Ordnungswidrigkeit vorliegt. Die Ergebnisse dieser Untersuchung stehen noch aus.

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