Nach dem schweren Geisterfahrer-Unfall am frühen Freitagabend (16. Oktober) auf der A70 bei Oberhaid (Landkreis Bamberg) liegen neue Erkenntnisse vor: Der 46-jährige Falschfahrer war gar nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Bei dem Zusammenstoß mit zwei entgegenkommenden Fahrzeugen wurden insgesamt vier Personen schwer verletzt, während ein Sachschaden von rund 70.000 Euro entstand.
Illegal auf die Autobahn aufgefahren
Gegen 18:30 Uhr war der 46-jährige Ford-Fahrer aus dem Landkreis Bamberg an der Anschlussstelle Viereth-Trunstadt in falscher Richtung auf die A70 aufgefahren. Kurze Zeit später kollidierte sein Wagen auf dem Streckenabschnitt in Richtung Schweinfurt mit einem BMW aus Forchheim und einem Seat aus Haßfurt. Rettungskräfte versorgten die vier schwer verletzten Insassen der beteiligten Fahrzeuge an der Unfallstelle und brachten sie in umliegende Krankenhäuser. Nach aktuellem Ermittlungsstand besteht für keinen der Verletzten Lebensgefahr.
Stundenlange Sperrung beider Richtungsfahrbahnen
Alle drei Autos erlitten Totalschaden und mussten abgeschleppt werden. Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie die Fahrbahnreinigung sperrte die Polizei die A70 zwischen Bamberg-Hafen und Viereth-Trunstadt für mehrere Stunden komplett in beide Richtungen, was zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen führte. Die Verkehrspolizei Bamberg ermittelt nun neben der Ursache für die Falschfahrt auch wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis.