Eine nächtliche Verkehrskontrolle im Lautertaler Ortsteil Oberlauter (Landkreis Coburg) hat in der Nacht auf Dienstag (2. Juni) zu einer gefährlichen Verfolgungsfahrt geführt. Ein 17-jähriger Rollerfahrer versuchte sich einer Polizeistreife zu entziehen, was jedoch nach kurzer Zeit mit einem Sturz endete.
Riskantes Fluchtmanöver in der Frankenstraße
Der Vorfall ereignete sich gegen 23:55 Uhr in der Frankenstraße. Als eine Streifenbesatzung wendete, um das Kleinkraftrad zu kontrollieren, gab der Jugendliche plötzlich Gas. Mit einer völlig überhöhten Geschwindigkeit von bis zu 90 km/h flüchtete er vor der Streife und ignorierte dabei sämtliche Anhalteversuche der Ordnungshüter.
Sturz am Gefälle beendet die Fahrt
Die Flucht dauerte jedoch nicht lange an. Im Bereich eines Straßengefälles verlor der 17-Jährige die Kontrolle über sein Zweirad und kam zu Fall. Bei dem Sturz hatte der Jugendliche großes Glück: Er blieb völlig unverletzt, und auch am Roller entstand lediglich ein geringer Sachschaden.
Ermittlungen wegen mehrerer Straftaten
Bei der anschließenden Überprüfung deckten die Beamten schnell die Gründe für die Flucht auf. Das Kleinkraftrad war massiv „frisiert“ und es war kein gültiges Versicherungskennzeichen angebracht. Zudem war der 17-Jährige nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis für das schnelle Gefährt. Die Polizei stellte den Roller für ein Geschwindigkeitsgutachten sicher. Auf den jungen Raser kommt nun ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz zu.