Das Präsidium des Bayerischen Landtags hat die Benennung von Wunsiedel als neuen „Ort der Demokratie in Bayern“ beschlossen. Auch Mödlareuth (Landkreis Hof) kommt auf die Liste der Orte von besonderer demokratiegeschichtlicher Bedeutung.
Wunsiedel Symbol für das Engagement gegen Rechtsextremismus
Wie es in der Begründung heißt, würdigt der Bayerische Landtag mit der Auszeichnung „Ort der Demokratie in Bayern“ die Bedeutung Wunsiedels als Symbolort des Engagements gegen Rechtsextremismus. Die Gründung der Bürgerinitiative „Wunsiedel ist bunt“ stärke zudem die Demokratie und den zivilgesellschaftlichen Zusammenhalt.
„Auszeichnung mehr als verdient“
In Wunsiedel haben Bürgerinnen und Bürger gezeigt, wie Zivilcourage und gemeinsames Engagement gegen Rechtsextremismus unsere Demokratie stärken können. Die Gründung der Initiative „Wunsiedel ist bunt“ macht deutlich: Demokratie lebt vom aktiven Mitwirken – und Wunsiedel hat sich diese Auszeichnung als „Ort der Demokratie in Bayern“ mehr als verdient.
Landtagspräsidentin Ilse Aigner
Ort der Erinnerung in Mödlareuth
Auch Mödlareuth bei Töpen (Landkreis Hof) wurde in die Liste als „Ort der Demokratie“ aufgenommen. Das ab 1949 durch die Grenze zwischen Diktatur und Demokratie geteilte Dorf („Little Berlin“) sei zum Symbol der deutsch-deutschen Teilung geworden und halte die Erinnerung daran seit 1990 wach.