Beim Ausbau der Bundesstraße B173 zwischen Michelau und Zettlitz (Landkreis Lichtenfels) zieht das Staatliche Bauamt Bamberg eine positive Zwischenbilanz. Im westlichen Abschnitt der Großbaustelle verlaufen die Arbeiten insgesamt schneller als ursprünglich erwartet. Gleichzeitig bleibt das größte Brückenbauwerk des Projekts eine Herausforderung und bestimmt weiterhin den Bauablauf.
Verlegung auf einer Länge von acht Kilometern
Seit 2020 wird die B173 auf einer Länge von rund acht Kilometern verlegt und vierstreifig neu gebaut. Mit dem Ausbau sollen die Verkehrssicherheit und die Leistungsfähigkeit der Strecke verbessert, Fahrzeiten verkürzt und die Anbindung regionaler Gewerbegebiete gestärkt werden.
Positive Entwicklung an der Anschlussstelle Michelau
Besonders erfreulich entwickelt sich nach Angaben des Staatlichen Bauamts der westliche Ausbaubereich mit der Anschlussstelle Michelau und der Überführung der Kreisstraße LIF13. Nach dem Abriss der Brücke über die Bahn im April 2026 verlaufen die Erd- und Asphaltarbeiten sowie der Bau des neuen Kreisverkehrs planmäßig. Die Freigabe der LIF13 soll daher nach aktuellem Stand wie vorgesehen erfolgen.
Vorbereitungen zum Verschub der Stahlverbundbrücke
Anspruchsvoller gestaltet sich dagegen der Bau der Stahlverbundbrücke über Main und Bahn (BW 11-2), dem größten Ingenieurbauwerk des Gesamtprojekts. Während der Stahlhohlkasten für die Fahrbahn in Richtung Kronach bereits fertiggestellt ist und die Betonage der Fahrbahnplatte im Spätsommer beginnen soll, laufen auf der Richtungsfahrbahn Lichtenfels derzeit umfangreiche Schweißarbeiten zur Vorbereitung des nächsten Brückenverschubs. Diese Arbeiten nehmen mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich geplant. Welche Auswirkungen dies auf den Fertigstellungstermin des Gesamtprojekts haben wird, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen.
Vorbereitungen für den nächsten Bauabschnitt
Parallel bereitet das Staatliche Bauamt Bamberg bereits den nächsten Bauabschnitt vor. Ende 2026 soll der Abschnitt zwischen der künftigen Anschlussstelle Horb mit Anbindung an die B289 und dem östlichen Ausbauende bei Redwitz ausgeschrieben werden. Der Baubeginn ist für Anfang 2027 vorgesehen.