Bayreuth: Feuer in Asylunterkunft – Herdplatte schuld

Zu einem Brand in einer Asylunterkunft in der Cosima-Wagner-Straße in Bayreuth kam es Donnerstagnacht (18. Dezember). Drei Bewohner mussten mit Rauchgasvergiftungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Kriminalpolizei Bayreuth hat die Ermittlungen aufgenommen.

Gegen 22:45 Uhr meldeten Anwohner den Brand in dem als Unterkunft für Flüchtlinge genutzten Gebäude. Weit über 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei begaben sich zum Brandort. Atemschutzträger bekämpften das Feuer im Dachgeschoss. Bereits gegen 23:30 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Drei der etwa 20 anwesenden Hausbewohner mussten mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation in ein Krankenhaus gebracht werden. Die anderen Bewohner kamen in Absprache mit der Regierung von Oberfranken in einem anderen Gebäude unter. Nach ersten Erkenntnissen dürfte der Brand in der Dachgeschosswohnung im Bereich einer Küchenzeile ausgebrochen sein. In der Wohnung war niemand anwesend, so dass die Feuerwehr zur Brandbekämpfung die Türe gewaltsam öffnen musste.

Brandursache geklärt

Noch in der Nacht nahmen die Brandermittler mit dem Kommissariat für Spurensicherung den Brandort unter die Lupe. Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich eindeutige Hinweise auf eine eingeschaltete Herdplatte, die den Brand auslöste. Derzeit konzentrieren sich die weiteren Untersuchungen und Vernehmungen darauf, die letzten in der Wohnung befindlichen Personen zu ermitteln und zu befragen. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung haben sich nicht ergeben. Das Dachgeschoss und der erste Stock des Gebäudes sind durch das Feuer und den Löschmitteleinsatz derzeit nicht bewohnbar. Der Sachschaden liegt im Bereich einer höheren fünfstelligen Summe. Einen Bericht darüber zeigen wir Ihnen ab 18:00 Uhr in „Oberfranken Aktuell„.

 



 



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