IHK für Oberfranken Bayreuth: 2016 ist eine Wundertüte

Die aktuelle Konjunkturumfrage der IHK für Oberfranken Bayreuth hat als Ergebnis, dass eine genaue Aussage zum Wirtschaftsjahr 2016 in Oberfranken schwer zu treffen ist. Vor allem mit Blick auf die Auslandsmärkte will man sich nicht ganz festlegen. Dennoch herrscht überwiegend  Zuversicht. Der IHK-Konjunkturklimaindex hält dabei sein hohes Niveau von 123 Punkten.

Aktuelle Geschäftslage wird positiv gesehen

Ihre Geschäftslage bewerten die oberfränkischen Unternehmen dagegen weiterhin sehr positiv. 44 Prozent sprechen von einer aktuell guten Lage. Die Erwartungen der oberfränkischen Wirtschaft für die kommenden zwölf Monate bleiben nahezu unverändert. 22 Prozent gehen von einer sich verbessernden Geschäftslage aus, jeder Zehnte kalkuliert mit schlechteren Geschäften. Optimistisch blicken vor allem die Industrie, der Einzelhandel und der Tourismus auf das Jahr.

Europa und Nordamerika als Zugpferde im Auslandsgeschäft

Auf den Auslandsmärkten berichten 30 Prozent von steigenden Umsätzen, 23 Prozent von sinkenden. Hier zeigt sich das Bild auf den Märkten uneinheitlich. Während die Geschäfte mit Nordamerika und in der EU zulegen konnten, gab es auf der anderen Seite Rückschläge in Südamerika, Russland und China. Für die Zukunft bauen 30 Prozent der Unternehmen auf Zuwächse im Ausland, zwölf Prozent rechnen mit rückläufigen Geschäften. „Manche Märkte mögen schwächeln, gleichzeitig tun sich aber auch immer wieder neue Chancen auf“, betonte IHK-Präsident Heribert Trunk mit Blick auf den Iran. Die Aufhebung der Sanktionen könne sich demnach als neuer Impuls erweisen.

Konsum als Motor im Inland

Die deutsche Wirtschaft hat das Jahr 2015 mit einem Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent abgeschlossen. Wichtigste Wirtschaftsmotoren waren die niedrigen Zinsen und der Konsum. Dies wird sich nach Einschätzung der Experten auch 2016 nicht signifikant ändern. Rund jeder dritte Betrieb spricht von steigenden Umsätzen, 21 Prozent vermelden sinkende. Starke Zuwächse konnten vornehmlich die Tourismusbranche und der Dienstleistungssektor verbuchen. Für die kommenden Monate wird sich nach Prognose der befragten Unternehmen der Inlandsmarkt weiterhin positiv entwickeln. Jeder Vierte rechnet mit steigenden Umsätzen.

Investitionen für mehr Produktivität

24 Prozent der befragten Unternehmen möchten ihre Investitionen im Inland in den kommenden zwölf Monaten erhöhen, 15 Prozent planen, diese zu reduzieren. Ein stärkerer Investitionsschub ist bei den Dienstleistungen und dem Tourismus zu erwarten. Während das Hauptmotiv der Investitionen im Inland die Ersatzbeschaffung ist, sind es im Ausland vor allem die Kapazitätserweiterung und die Produktinnovation.

Leichtes Plus bei den Beschäftigtenzahlen erwartet

Weiterhin plant die oberfränkische Wirtschaft mit einem moderaten Wachstum der Beschäftigtenzahl. „Dieser Trend setzt sich seit Längerem fort. Die oberfränkische Wirtschaft schafft neue qualifizierte Arbeitsplätze, und das kontinuierlich“, so Kammerpräsident Trunk.

 

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