Kulmbach will Standort einer Medizinischen Fakultät werden

Die Stadt Kulmbach will zum Standort einer Medizinischen Fakultät werden. Mehr als einhundert Studierende sollen ihre universitäre Ausbildung dann in Oberfranken absolvieren. Das Klinikum Kulmbach würde demnach zu einer Art Uni-Klinik werden.

Medical School bald in Kulmbach beheimatet?

Die Umsetzung dieses ehrgeizigen Ziels wird jetzt von der Stadt Kulmbach in Kooperation mit der Universität Bayreuth geprüft. In einem auf drei Jahre angelegten Projekt sondiert ein dreiköpfiges Team unter der Leitung von Professor Klaus Nagel die Möglichkeiten und hat hierbei vor allem osteuropäische Universitäten im Visier. Bislang können deutsche Abiturienten, die den Numerus Clausus für ein Medizinstudium hierzulande nicht erreicht haben, ein Medizinstudium im Ausland, beispielsweise in Österreich, Ungarn oder Rumänien absolvieren. Dies wäre dann nicht mehr notwendig und könnte am Standort Kulmbach erfolgen.

Oberfrankenstiftung finanziert das Projekt

Die dreijährige Suche nach einer derartigen Medical-School für Kulmbach wird von der Oberfrankenstiftung mit einem mittleren sechsstelligen Betrag finanziert. Mediziner, die in Oberfranken ausgebildet werden, wären für die Region auch potentielle Fachärzte in der Zukunft und würden dem drohenden Medizinermangel positiv entgegenwirken. Damit begründet die Oberfrankenstiftung die Finanzierung des ehrgeizigen Projektes. Die Stadt Kulmbach war bereits in sehr weitgehenden Gesprächen mit einer entsprechenden Universität aus Rumänien. Letztlich scheiterten die an den Vertragsmodalitäten der Osteuropäer. Jetzt wird das Vorhaben mit einem wissenschaftlichen Ansatz erneut angegangen.

Mehr zu diesem Thema am Mittwoch (10. Juni) in „Oberfranken Aktuell“ um 18:00 Uhr!

 



 



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