Am frühen Dienstagmorgen (30. Dezember) verunfallte auf der Autobahn A9 bei Berg im Landkreis Hof ein Sattelzug. In der Folge kam es auf dem betroffenen Streckenabschnitt zu erheblichen Verkehrseinschränkungen, die aktuell (Stand 10:15) immer noch anhalten.
Unfall auf der A9 – Sattelzug kracht in Leitplanke
Wie die Polizei berichtet, war ein 42-jähriger Berufskraftfahrer aus Leipzig bei winterlichen Straßenverhältnissen mit seinem 40-Tonner in Richtung Norden unterwegs, als das mit Postpaketen beladene Fahrzeug um 03:36 Uhr die Bodenhaftung verlor und gegen die Schutzplanken rutschte. Die Planke wurde durch die Wucht des Aufpralls auf einer Länge von 20 Metern eingedrückt. Die Zugmaschine verkeilte sich mit mehreren Teilen der Schutzplanke, und der Sattelzug kam teils auf der Fahrbahn, teils auf dem Grünstreifen zum Stehen.
120.000 Euro Sachschaden
Der Fahrer blieb unverletzt, an seinem Fahrzeug und an den Leiteinrichtungen entstand jedoch ein immenser Sachschaden in Höhe von insgesamt 120.000 Euro. Als Unfallursache stellten die Autobahnpolizisten aus Hof eine den Wetterverhältnissen nicht angepasste Geschwindigkeit des Leipzigers fest. Im Zuge der folgenden Säuberungs- und Bergungsarbeiten war die Richtungsfahrbahn Berlin für über eine Stunde komplett gesperrt.
Rechter Fahrstreifen bleibt weiterhin gesperrt
In der Folge baute sich ein zeitweise zwei Kilometer langer Stau auf. An der Unfallstelle lief Diesel aus einem aufgerissenen Tank und sickerte ins Erdreich. Die zuständige Autobahnmeisterei Münchberg beauftragte eine Spezialfirma mit der Beseitigung. Der rechte Fahrstreifen ist deshalb im Bereich der Schadensstelle auch am Vormittag noch gesperrt.
Bußgeldverfahren gegen Unfallverursacher
An der Unfallstelle waren neben zwei Polizeifahrzeugen zahlreiche Retter der Feuerwehr Berg im Einsatz. Gegen den Unfallverursacher wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.