Ein schwer betrunkener Lkw-Fahrer sorgte am Samstag (1. August) an der Rastanlage Fränkische Schweiz an der A9 bei Pegnitz (Landkreis Bayreuth) für einen größeren Einsatz. Der 31-jährige Ukrainer fuhr mit seinem Sattelzug eine Laterne um und beschädigte außerdem einen Baum. Gegen 15:40 Uhr wurden Beamte der Verkehrspolizei Bayreuth auf den ungewöhnlich abgestellten Lkw aufmerksam. Der Sattelzug stand quer über zwei Lkw-Parkplätze, unter dem Fahrzeug lag eine komplett umgefahrene Laterne.
Fahrer mit 3,08 Promille erwischt
Bei der Kontrolle bemerkten die Polizisten sofort starken Alkoholgeruch beim Fahrer. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 3,08 Promille. Der 31-Jährige bestritt zunächst, den Lkw gefahren zu haben. Seine Aussage konnte jedoch durch die Angaben eines Augenzeugen sowie durch die Auswertung der Fahrzeugdaten widerlegt werden. Anschließend wurde im Klinikum Pegnitz eine Blutentnahme durchgeführt.
Aggressiver Fahrer verletzt Polizisten
Damit die beschädigte Laterne entfernt und der Lkw sicher geborgen werden konnte, wurde ein Abschleppdienst hinzugezogen. Der Sattelzug wurde schließlich von der Grünfläche gezogen und zum Gelände des Unternehmens gebracht. Während der weiteren Maßnahmen kam es zu einem Angriff auf einen Polizeibeamten. Als der Fahrer die Annahme von Unterlagen verweigerte und ein Beamter diese auf den Fahrersitz legte, reagierte der Mann wütend. Beim Zuschlagen der Fahrertür verletzte er den Polizisten am Arm. Der Lkw-Fahrer wurde daraufhin gefesselt und bis zu seiner vollständigen Ausnüchterung in Polizeigewahrsam genommen. Die Nacht verbrachte er in einer Zelle der Verkehrspolizeiinspektion Bayreuth.
Staatsanwaltschaft ermittelt – 20.000 Euro Schaden
Die Staatsanwaltschaft Bayreuth wurde wegen des Verdachts der Entziehung der Fahrerlaubnis informiert. Am Lkw sowie an der zerstörten Laterne entstand nach ersten Schätzungen jeweils ein Schaden von rund 10.000 Euro.