Beim diesjährigen Blitzmarathon im Rahmen der europaweiten Speed-Week führte die Polizei in Oberfranken an insgesamt 66 Stellen Geschwindigkeitskontrollen durch. Insgesamt waren 127 Polizeibeamtinnen und -beamte im Einsatz, um die Einhaltung der Tempolimits zu überwachen.
Zahl sinkt im Verhältnis zu 2025
Der 13. Bayerische 24-Stunden-Blitzmarathon begann am Dienstag (14. April) um 06:00 Uhr. Von mehr als 25.600 überprüften Fahrzeugen wurden trotz der intensiven medialen Ankündigungen im Vorfeld 436 wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit beanstandet. Dennoch sank die Zahl der Verstöße im Vergleich zum Jahr 2025 um nahezu 200 Fälle.
Spitzenreiter ist Fiesta mit 127 Kilometern pro Stunde bei erlaubten 80
Den höchsten gemessenen Wert erreichte ein Fahrer eines Ford Fiesta auf der B 15 bei Hof im Ortsteil Wölbattendorf. Er war mit 127 km/h statt der erlaubten 80 km/h unterwegs. Nach Abzug der Toleranz ergab sich eine Überschreitung, die ein Bußgeld von 320 Euro, ein einmonatiges Fahrverbot sowie zwei Punkte im Fahreignungsregister nach sich zieht.
Einsatzkräfte stellen zusätzliche Verstöße fest
Neben den Geschwindigkeitsverstößen stellten die Einsatzkräfte weitere 90 Ordnungswidrigkeiten fest, darunter Verstöße gegen die Gurtpflicht, die Nutzung von Mobiltelefonen am Steuer sowie technische Mängel an Fahrzeugen.
Die meisten Raser im Raum Bamberg unterwegs
Die Verteilung der Tempoverstöße in den oberfränkischen Mittelzentren zeigt folgendes Bild: Im Raum Bamberg (einschließlich Landkreis Bamberg und Forchheim) wurden 129 Verstöße festgestellt. Im Bereich Bayreuth (inklusive Kulmbach) waren es 93. Im Raum Coburg (mit Kronach und Lichtenfels) wurden 122 Fälle registriert, während im Gebiet Hof (einschließlich Wunsiedel) 92 Verstöße gezählt wurden.
Aktion dient hauptsächlich der Prävention
Ziel des Blitzmarathons war es auch in diesem Jahr, das Bewusstsein für die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit zu schärfen. Im vergangenen Jahr ereigneten sich auf den Straßen Oberfrankens 1.421 Unfälle aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit – nahezu gleich viele wie im Jahr zuvor. Acht der insgesamt 37 Verkehrstoten waren auf solche Unfälle zurückzuführen. Zudem wurden 857 Menschen verletzt.