In über 3.000 Fällen wird er der Steuerhehlerei und in 27 Fällen des Betrugs beschuldigt: Thomas Hoffmann soll über 90 Millionen Liter unversteuerten Kraftstoff für sein Unternehmen gekauft haben – somit sollen Steuern in Höhe von über 44 Millionen Euro verschleiert worden sein. TVO berichtete. Aktuell läuft der Prozess gegen ihn und sieben weitere Angeklagte am Landgericht Hof. Am heutigen Montag (30. März) schilderte Hoffmann seine Sicht der Dinge vor Gericht.
Hoffmann hegte wohl schnell Zweifel
Durch seine Anwältin ließ Thomas Hoffmann seine Erklärung zu den Vorwürfen gegen ihn verlesen. Der Angeklagte möchte sich aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes nicht selbst äußern. Hoffmann leidet an Demenz und hat deshalb immer mehr Schwierigkeiten alle Zusammenhänge nachzuvollziehen, heißt es in der Gerichtsverhandlung. Laut seiner Aussage bot ihm ein Unternehmen günstigen Kraftstoff zu festen Preisen an. Hoffmann nahm das verlockende Angebot an, doch schnell kamen bei ihm erste Zweifel auf. Diese führten letztendlich dazu, dass der Angeklagte den Diesel untersuchen ließ. Seine Vermutungen wurden bestätigt: der Diesel war gestreckt. Der Mineralölhändler aus Schwarzenbach an der Saale wollte daraufhin aus dem Vertrag aussteigen, doch er habe Drohungen erhalten und letztendlich aus Angst weitergemacht, heißt es in der Erklärung. Hoffmann beteuert immer wieder, dass er allein die Verantwortung trägt und entschuldigte sich bei seinen Mitarbeitern und seiner Familie. Am 07. April findet der nächste Prozesstag statt, dann beginnt am Landgericht Hof die Beweisaufnahme.