Fr., 18.09.2026 , 11:01 Uhr

Landkreis Wunsiedel

Eishockey: Selber Wölfe starten dezimiert in die neue Oberliga-Saison

Wolfsrudel trifft auf einen völlig unbekannten Gegner

Die Vorbereitung ist vorbei, jetzt geht es für die Selber Wölfe wieder um Punkte. Zum Auftakt der neuen Oberliga-Süd-Saison wartet mit den HC Tigers ein weitgehend unbekannter Gegner aus Vorarlberg. Das Wolfsrudel muss dabei allerdings mit einem stark dezimierten Kader auskommen.

Sturmreihen durcheinandergewirbelt

Während sich die Wölfe in der Defensive während der Vorbereitung weitgehend einspielen konnten, mussten die Sturmreihen aufgrund zahlreicher Ausfälle immer wieder neu zusammengestellt werden. Entsprechend wollen die Verantwortlichen die Ergebnisse der Vorbereitungsspiele nicht überbewerten. Von den sechs Partien konnte Selb lediglich zwei gewinnen.

Als Team zusammenstehen

Viel wichtiger sei nun, trotz der schwierigen Personalsituation als Mannschaft zusammenzustehen und die vorhandenen Kräfte bestmöglich zu bündeln. „Jetzt gilt es, als Team zusammenzurücken und die Situation gemeinsam zu meistern“, sagt Kapitän Stephan Tramm.

Unbekannter Gegner aus Vorarlberg

Zum Saisonstart reisen die Selber Wölfe nach Vorarlberg in Österreich. Dort treffen sie am Freitag (18. September) um 19:30 Uhr auf die HC Tigers, die erstmals in der Oberliga Süd antreten. Der Klub firmierte früher unter dem Namen EC Bregenzerwald und spielte zuletzt in der multinationalen Alps Hockey League.

Peiting mit neuem Personal

Am zweiten Spieltag kommt am Sonntag (20. September) mit dem EC Peiting ein weiterer Playoff-Kandidat in die Netzsch-Arena. Bully ist um 17:30 Uhr. Der von Ex-Selber Lanny Gare trainierte ECP muss mehrere Abgänge verkraften, darunter Fabian Laßmann, der in der vergangenen Saison drittbester deutscher Scorer des Teams war. Verstärkt wurde der Kader unter anderem mit dem erfahrenen Lubor Dibelka und dem Schweden Vincent Reimer. Die Peitinger konnten in der Vorbereitung unter anderem gegen die Unterland Cavaliers, die EA Schongau Mammuts und den EV Füssen gewinnen.

Vier etablierte Stürmer fehlen dem Wolfsrudel

Besonders angespannt ist die Personalsituation bei den Selber Wölfen in der Offensive. Mit Lukas Valasek, Simon Boyko, Niko Lahtinen und Philip Ziesche fallen gleich vier etablierte Stürmer verletzungsbedingt aus. Daniel Weiß und Philip Rubin werden dagegen voraussichtlich wieder ins Aufgebot zurückkehren.

Unbekannte Situation nicht unbedingt Nachteil

Kapitän Tramm sieht die unbekannte Situation zum Saisonstart nicht zwangsläufig als Nachteil. „Natürlich kenne ich jetzt nicht jeden Gegenspieler in- und auswendig, aber genauso wenig weiß es der Gegner“, sagt der Verteidiger. Er vertraut darauf, dass das Trainerteam die Mannschaft entsprechend auf die Tigers einstellen wird.

450 Wölfe-Fans reisen mit

Vor allem auf die Unterstützung der Fans freut sich Tramm. Dass rund 450 Anhänger die lange Reise nach Vorarlberg antreten, sei für die Mannschaft keineswegs selbstverständlich. Für den Kapitän steht deshalb fest: Nach einer von Verletzungen geprägten Vorbereitung soll nun endlich wieder das Wesentliche im Mittelpunkt stehen – der Kampf um Punkte.

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