Die Beschäftigten der BMI (Bayerische Milchwirtschaft) in Zapfendorf (Landkreis Bamberg) treten am Donnerstag (09. Juli) ab 06:00 Uhr in einen ganztägigen Warnstreik. Anlass ist die laufende Tarifrunde in der bayerischen Milchwirtschaft. Nach der zweiten Verhandlungsrunde am 29. Juni konnten die Tarifparteien keine Einigung erzielen.
Lohnerhöhung, Sonderzahlungen und Entlastung
Die Gewerkschaft NGG fordert für die Beschäftigten eine Entgelterhöhung von 4,1 Prozent, eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 80 Euro sowie die Einführung einer jährlichen Sonderzahlung im Gegenwert von fünf Arbeitstagen. Diese soll wahlweise als Geldleistung oder in Form zusätzlicher Freizeit in Anspruch genommen werden können. Nach Angaben der NGG soll damit dem Wunsch vieler Beschäftigter nach mehr Entlastung Rechnung getragen werden.
Bislang keine Einigung der Tarifpartner
Die Arbeitgeberseite hat in den bisherigen Verhandlungen unter anderem eine Regelung im Gegenwert von zwei Arbeitstagen vorgeschlagen. Dieses Angebot ist nach Angaben der NGG an Änderungen bei der Auszahlung von Mehrarbeit geknüpft. Nach Auffassung der Gewerkschaft entspricht das Angebot deshalb nicht den Zielen der Beschäftigten nach mehr Zeitsouveränität und Entlastung.
Forderungen mit Warnstreik unterstreichen
Neben den unterschiedlichen Vorstellungen zur Ausgestaltung der Sonderzahlung bestehen weiterhin Differenzen bei der Entgelthöhe und der Laufzeit eines neuen Entgelttarifvertrags. Mit dem Warnstreik wollen die Beschäftigten ihre Forderungen vor der dritten Tarifverhandlung unterstreichen.