Mo., 13.06.2022 , 14:41 Uhr

Berlin/Oberfranken

Landkreis Lichtenfels / Berlin: Eltern betreiben mit Sohn und Freund ein Marihuanaversandunternehmen

Polizei kommt einer Familienbande auf die Schliche

Ist die Polizei einer Familienbande auf die Schliche gekommen? Am Sonntag (12. Juni) wurden nach mehreren Durchsuchungen in Berlin und im Landkreis Lichtenfels vier Tatverdächtige wegen des sogenannten „bandenmäßigen illegalen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge“ verhaftet. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um eine Familie und um den Freund des Sohnes. Das geben am Montag (13. Juni) die Staatsanwaltschaft Berlin sowie das Polizeipräsidium Oberfranken bekannt. Die Haftbefehle wurden vom Amtsgericht Tiergarten beziehungsweise dem Bereitschaftsgericht Kronach in Vollzug gesetzt. Die Ermittlungen dauern aktuell an.

Tatverdächtige sollen seit Mai 2021 Drogen per Post an Kunden schicken

Den drei Männern im Alter von 31, 32 und 63 Jahren sowie der 63-jährigen Frau werden vorgeworfen, dass sie mindestens seit Mai 2021 Bestellungen für Marihuana entgegengenommen und diese per Post an die Besteller verschickt haben. Die Drogen wurden jeweils in einer Menge zwischen fünf und dreißig Gramm versendet. Mehrere dieser Sendungen waren unter anderem im Postverteilerzentrum aufgefallen, weshalb daraufhin die Polizei informiert wurde. In der Folgezeit konnten insgesamt 1.292 Briefe mit rund 18 Kilogramm Marihuana schon vor Zustellung aus dem Verkehr gezogen werden.

Polizei stellt weitere Drogen, Bargeld, diverse Waffen, Munition sicher und legt vier Aufzuchtanlagen still

Sieben Orte wurden am Sonntag (12. Juni) durchsucht. Daraufhin stellten die Ermittler 37,5 Kilogramm Marihuana, 1,5 Kilogramm Haschisch und 1.100 Ecstasy-Tabletten sowie diverse Waffen und Munition sicher. Vier professionell betriebene Cannabis-Aufzuchtanlagen wurden stillgelegt, Bargeld in sechsstelliger Höhe und ein Motorrad der Marke „Harley Davidson“ sichergestellt. Sowohl im Landkreis Lichtenfels als auch in Berlin kamen wegen einer möglichen Bewaffnung der Beteiligten Spezialeinsatzkräfte zum Einsatz.

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