Am Gymnasium Pegnitz (Landkreis Bayreuth) wurde am Mittwoch (9. September) die Bewältigung von lebensbedrohlichen Einsatzlagen geübt. Gemeinsam mit der Polizei Pegnitz, der Einsatzzentrale Oberfranken, dem Rettungsdienst der Malteser sowie Lehr- und Hauspersonal der Schule wurden verschiedene realitätsnahe Szenarien trainiert.
Polizei trainiert Bewältigung kritischer Einsatzlagen
Beamtinnen und Beamte der Polizei Pegnitz und der Einsatzzentrale Oberfranken hatten im Rahmen der Übung die Aufgabe, unterschiedliche lebensbedrohliche Einsatzlagen zu bewältigen. Dabei stand insbesondere der Schutz unbeteiligter Personen sowie die schnelle Festnahme des Täters im Mittelpunkt. Für eine möglichst realitätsnahe Darstellung wurden verschiedene Szenarien mit Statisten aus der Lehrerschaft, dem Hauspersonal und Ehrenamtlichen vorbereitet. Die Einsatzkräfte mussten dabei unter möglichst realistischen Bedingungen auf die jeweilige Situation reagieren und die erforderlichen polizeilichen Maßnahmen treffen.
Rettungsdienst übernimmt Versorgung der Verletzten
Parallel dazu trainierten Einsatzkräfte der Malteser-Rettungswache Waischenfeld die Versorgung und Übernahme von Personen, die im Rahmen der Übung als verletzt dargestellt wurden. Damit konnten auch die Abläufe an der Schnittstelle zwischen Polizei und Rettungsdienst praktisch erprobt werden. Neben den jeweiligen Aufgaben der einzelnen Beteiligten lag ein besonderer Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit und Kommunikation. Die Schule übte dabei unter anderem die Alarmierung und die erforderlichen Erstmaßnahmen. Aufgabe der Polizei war die Bewältigung der Gefahrenlage, während der Rettungsdienst die Versorgung der verletzten Personen übernahm.
Realitätsnahe Bedingungen stellen Einsatzkräfte vor Herausforderungen
Für möglichst realistische Übungsbedingungen sorgten nicht nur die Räumlichkeiten des Gymnasiums. Auch die Darstellung von Verletzten und Zeugen wurde von den ehrenamtlichen Beteiligten vorbereitet. Durch schauspielerische Darstellungen wurden die Einsatzkräfte mit einer Situation konfrontiert, die dem tatsächlichen Einsatzgeschehen möglichst nahekam. Sirenen, Schreie, Durchsagen, zahlreiche eingehende Notrufe, die Koordination von Erstmaßnahmen und simulierte Schussabgaben sorgten für eine hohe Stressbelastung. Gleichzeitig mussten sich die Einsatzkräfte in einer Umgebung orientieren, die sie im täglichen Dienst nicht gewohnt sind.
Sicherheitskonzept der Schule auf dem Prüfstand
Auch das Gymnasium Pegnitz konnte die eigenen Abläufe und das bestehende Sicherheitskonzept im Rahmen der Übung überprüfen. Dabei ging es insbesondere darum, die Zusammenarbeit mit Polizei und Rettungsdienst zu erproben und mögliche Verbesserungsmöglichkeiten bei den eigenen Abläufen zu erkennen.
Wertvolle Erfahrungen für künftige Einsatzlagen
Insgesamt nahmen mehr als 60 Personen an der Durchführung der Übung teil. Neben den Einsatzkräften waren darunter Trainer, Übungsbeobachter und die Statisten. Am Ende konnten alle beteiligten Organisationen und Einrichtungen wertvolle Erfahrungen sammeln. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Abläufe weiter zu professionalisieren und eine gute Zusammenarbeit stärken. Aus Sicherheitsgründen fand die Übung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Der Übungsbereich war entsprechend abgesperrt.