Mi., 24.06.2020 , 19:01 Uhr

Mitarbeiteraktion in Bayreuth / Insolvenz in Hof: Zwei Automobilzulieferer in Oberfranken unter Druck!

ZF Friedrichshafen will weltweit Stellen streichen / 300 Jobs bei DGH in Hof gefährdet

Mit einer Fotoaktion haben am Mittwoch (24. Juni) Mitarbeiter des Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen in Bayreuth für Aufmerksamkeit gesorgt. Der weltweit fünftgrößte Automobilzulieferer will in den kommenden Jahren bis zu 15.000 Arbeitsplätze weltweit streichen. Die Hälfte der Stellen soll in Deutschland wegfallen.

Mitarbeiter-Aktion zum Schichtwechsel bei ZF

Dies sorgt für Widerstand in den Niederlassungen. In Bayreuth versammelten sich deshalb die Mitarbeiter pünktlich zum Schichtwechsel am Werkstor. Hier versammelte man sich für ein Gruppenfoto mit einer riesigen Postkarte, auf der sämtliche Unterschriften der Mitarbeiter der Bayreuther Niederlassung gesammelt wurden. Wie es hieß, sei die Aktion kein Streik und auch keine Demonstration - man wolle einfach nur auf sich und die Situation aufmerksam machen. Aktuell arbeiten in Bayreuth rund 180 Mitarbeiter bei ZF Friedrichshafen. Ob die Niederlassung von dem Stellenabbau betroffen ist, steht noch nicht fest…

300 Arbeitsplätze bei DGH in Hof gefährdet

Rund 300 Arbeitsplätze des Automobilzulieferers DGH in Hof sind gefährdet. Das Unternehmen hat Insolvenz angemeldet. Ein Teil der Mitarbeiter soll sich bereits seit März in Kurzarbeit befinden. Laut des Insolvenzverwalters habe sich die Auftragslage zuletzt zwar etwas stabilisiert, durch die Coronakrise sei der Absatzrückgang jedoch massiv verschärft worden. Ebenso betroffen von der Insolvenz ist das Werk im sächsischen Dohna mit 350 Mitarbeitern. Die DGH Group will möglichst viele ihrer insgesamt 650 Arbeitsplätze erhalten. Dies ist bereits 2012 gelungen, als die Unternehmensgruppe zum ersten Mal Insolvenz anmelden musste. DGH stellt Druckgussteile aus Aluminium und Magnesium, zum Beispiel Getriebeteile und Ölwannen her. Beliefert werden unter anderem VW, Audi, BMW und Ford. Der Jahresumsatz betrug zuletzt rund 70 Millionen Euro

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