Fr., 25.07.2025 , 14:47 Uhr

Landkreis Hof / Landkreis Coburg

Rehau / Coburg: Über 100.000 Euro - Betrüger machen Beute in Oberfranken

Polizei ermittelt in mehreren Fällen

Von falschen Polizisten bis hin zu falschen Bankmitarbeitern – die Betrugsmaschen sind vielfältig und leider immer wieder erfolgreich. Sowohl in Rehau im Landkreis Hof, als auch im Raum Coburg haben Betrüger ihre Opfer um ihr Erspartes gebracht. Das Polizeipräsidium Oberfranken warnt eindringlich vor den perfiden Betrugsmaschen und bittet in einem Fall um Zeugenhinweise.

Seniorin aus Rehau fällt Betrügern zum Opfer

Unbekannte Betrüger brachten am Donnerstagnachmittag (24. Juli) eine Seniorin aus Rehau (Landkreis Hof) um ihr Vermögen. Ein Mann rief die Frau an und gab sich am Telefon als Polizeibeamter aus. Der Betrüger log seinem Opfer vor, dass ein Verwandter einen Verkehrsunfall verursacht hätte, bei dem ein Mensch ums Leben gekommen sei. Deswegen sei nun die Zahlung einer Kaution notwendig.

Opfer übergibt hohen Geldbetrag

Er drängte die Frau dazu Geld und Wertgegenstände in eine Tasche zu packen und ihm zu überlassen. Gegen 15:30 Uhr übergab sie in der Westendstraße/Gerberstraße in Rehau Bargeld in Höhe einer mittleren fünfstelligen Summe und andere Wertgegenstände an einen unbekannten männlichen Abholer.

Den Mann beschreibt die Seniorin wie folgt:

Die Kripo Hof ermittelt 

Die Kriminalpolizei Hof bittet um Zeugenhinweise. Wer hat am Donnerstagnachmittag im Bereich Westendstraße/Gerberstraße in Rehau verdächtige Personen oder Fahrzeuge bemerkt? Bitte melden Sie sich unter der Telefonnummer 09281/704-0.

 

Betrüger geben sich als Bankmitarbeiter in Coburg aus 

In den vergangenen vier Wochen kam es im Zuständigkeitsbereich der Kriminalpolizei Coburg vermehrt zu Betrugsanrufen. Die Täter gaben sich am Telefon als Bankmitarbeiter aus und versicherten glaubhaft, dass die Girokonten der Angerufenen gehackt und hohe Geldbeträge abgebucht worden seien. Im nächsten Schritt überzeugen die Betrüger ihre Opfer, die vermeintlichen Rücküberweisungen mit einer TAN oder Push-TAN zu bestätigen.

Mehrere Betrugsfälle und 100.000 Euro Entwendungsschaden 

In Wirklichkeit handelte es sich bei den angeblichen Rücküberweisungen um Echtzeitüberweisungen an die Täterkonten. Die Kriminalpolizei Coburg ermittelt inzwischen in mehreren Betrugsfällen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand erbeuteten die Betrüger rund 100.000 Euro.

Die Polizei Oberfranken rät:

Sollten Sie dennoch Opfer dieser Betrugsmasche geworden sein, so versuchen Sie umgehend Kontakt zu Ihrer Bank aufzunehmen. EU-Sofortüberweisungen werden innerhalb von 15 Minuten ausgeführt. Außerhalb der Geschäftszeiten können Sie die 116 116 aus dem deutschen Festnetz anrufen (+49 116 116 aus dem Ausland). Alternativ, um weiteren Schaden zu verhindern, können Sie Ihren Onlinezugang auch durch mehrfache Falscheingabe Ihres Passwortes selbst sperren.

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