Die Einfuhr verbotener Pyrotechnik aus dem Ausland hat für einen jungen Autofahrer ein jähes Ende genommen. Fahnder der Bundespolizeiinspektion Selb kontrollierten den 18-jährigen Mann aus dem hessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf am Samstag (27. Juni) direkt nach seiner Einreise aus Tschechien am Grenzübergang Schirnding (Landkreis Wunsiedel). Bei der Durchsuchung seines Wagens machten die Beamten eine gefährliche Entdeckung: Unter dem Fahrersitz lagen 28 Böller der erlaubnispflichtigen Kategorie F4.
Hohe Geldstrafen und Kosten für die Vernichtung
Die illegalen Feuerwerkskörper wurden von der Bundespolizei an Ort und Stelle sichergestellt. Da die Einfuhr und der Besitz von Pyrotechnik dieser hohen Kategorie ohne entsprechende Genehmigung eine Straftat nach dem Sprengstoffgesetz darstellen, hat der Vorfall für den Heranwachsenden erhebliche Konsequenzen. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dem Gesetzgeber nach drohen für derartige Verstöße Geldstrafen oder sogar Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren. Zudem kommen auf den 18-Jährigen erhebliche Zusatzkosten zu, da er die fachgerechte Vernichtung der gefährlichen Böller aus eigener Tasche bezahlen muss.
Bundespolizei warnt vor Lebensgefahr
In diesem Zusammenhang erneuert die Bundespolizeiinspektion Selb ihre dringende Warnung vor dem Kauf und der Einfuhr von in Deutschland nicht zugelassenen Feuerwerkskörpern. Die Ermittler betonen, dass neben den harten strafrechtlichen und finanziellen Folgen vor allem die gesundheitlichen Risiken enorm sind: Da diese Pyrotechnik oft unkontrolliert abbrennt und keinerlei Sicherheitsprüfungen unterliegt, besteht beim Zünden extreme Verletzungs- und Lebensgefahr.