Di., 30.12.2025 , 15:51 Uhr

Stadt Bamberg

Snapchat-Dealer in Bamberg festgenommen: Kosteten seine Drogen einem Jugendlichen das Leben?

21-Jähriger sitzt in Untersuchungshaft

Die Kriminalpolizei Bamberg hat Mitte Dezember einen mutmaßlichen Drogendealer festgenommen. Der junge Mann sieht sich mit schweren Vorwürfen konfrontiert – aktuell prüfen die Ermittler sogar eine mögliche Verbindung zum Todesfall eines Jugendlichen.

Intensive Ermittlungen der Bamberger Kripo führen zu Festnahme

Wie das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bamberg in einer gemeinsamen Presserklärung vom Dienstag (30. Dezember) mitteilen, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg durch das Amtsgericht Bamberg am 11. Dezember Haftbefehl wegen unerlaubter Abgabe von Betäubungsmitteln an Minderjährige und Handeltreiben mit Betäubungsmitteln gegen den Beschuldigten erlassen. Dem vorausgegangen waren intensive Ermittlungen und die Auswertung digitaler Spuren durch die Kriminalpolizei Bamberg.

Mutmaßlicher Dealer soll Drogen an Minderjährige verkauft haben

Der Mann soll unter anderem über soziale Medien wie der Plattform Snapchat, die sich insbesondere unter jungen Menschen großer Beliebtheit erfreut, Betäubungsmittel verkauft haben. Unter seinen Käufern sollen dabei auch Minderjährige gewesen sein, die vor allem verschreibungspflichtige Psychopharmaka wie Benzodiazepine und Oxycodon erworben haben sollen. Nachdem sie zunächst vor allem in den USA als neue Trenddrogen gegolten hatten, lässt sich die mittlerweile auch hierzulande ein enormer Anstieg an Konsumenten dieser Medikamente feststellen.

Ermittler stellen Drogen und große Menge Bargeld sicher

Gerade unter jungen Menschen sind die umgangssprachlich „Benzos“ und „Oxys“ genannten Pillen heutzutage weit verbreitet – mit oftmals gravierenden Folgen, denn in Kombination mit anderen Rauschmitteln kann der Konsum tödlich enden. Am 16. Dezember nahmen Ermittler der Kriminalpolizei Bamberg den 21-jährigen Deutschen fest. Bei der Wohnungsdurchsuchung stellten die Polizisten neben ebenjenem Oxycodon und LSD auch über 18.000 Euro sicher. Der Beschuldigte befindet sich nun in Untersuchungshaft.

Ermittler überprüfen mögliche Verbindung zu Todesfall

Aktuell wird im Rahmen der Ermittlungen durch eine rechtsmedizinische Untersuchung geprüft, ob ein Zusammenhang zwischen dem Konsum von Oxycodon und Benzodiazepinen und dem tragischen Tod eines 16-Jährigen im Oktober besteht, der ebenfalls Betäubungsmittel von dem festgenommenen Beschuldigten erworben haben soll.

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