UPDATE (Dienstag, 21. April / 15:35 Uhr)
Im Rahmen umfangreicher Ermittlungen wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs haben Beamte der Kriminalpolizei mit Zentralaufgaben Oberfranken (KPI(Z)) unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Bayreuth am Dienstag mehrere Objekte in Bayreuth, im Landkreis Bayreuth sowie in Fürth und Nürnberg durchsucht. Dabei handelt es sich um Autohäuser und Wohnungen.
Provisionsbasiertes Betrugssystem
Den Beschuldigten wird vorgeworfen, über einen längeren Zeitraum gemeinschaftlich ein betrügerisches System betrieben zu haben. Im Fokus steht dabei die Finanzierung von Fahrzeugen. Nach aktuellem Ermittlungsstand sollen Fahrzeugpreise gegenüber finanzierenden Banken bewusst zu hoch angegeben worden sein, um höhere Kreditsummen zu erlangen. Die Beteiligten sollen hierbei durch Provisionen profitiert haben.
Festnahmen und Untersuchungshaft
Im Zuge der Maßnahmen wurden vier Tatverdächtige festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ ein Ermittlungsrichter am Amtsgericht Bayreuth gegen drei Männer Untersuchungshaft. Ein weiterer Beschuldigter, ein Deutscher, wurde unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt. Bei den inhaftierten Personen handelt es sich um Männer im Alter zwischen 19 und 62 Jahren deutscher, kroatischer und türkischer Staatsangehörigkeit.
Sicherstellungen und Vermögensabschöpfung
Während der Durchsuchungen stellten die Einsatzkräfte umfangreiche Beweismittel sicher, darunter Geschäftsunterlagen, Datenträger und Mobiltelefone. Diese werden derzeit ausgewertet. Zudem wurden Vermögenswerte beschlagnahmt, um eine mögliche Einziehung im weiteren Verfahren zu prüfen. Die Höhe eines möglichen Vermögensarrests ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Schaden in mehrfacher Millionenhöhe vermutet
Nach bisherigen Erkenntnissen wurden durch die mutmaßlichen Täuschungshandlungen Kredite in Höhe von mehreren Millionen Euro gewährt. Den Darlehen standen in vielen Fällen keine ausreichenden Sicherheiten gegenüber. Geschädigt sind sowohl Kreditinstitute als auch Fahrzeugkäufer.
Ermittlungen dauern an
Die Maßnahmen dienen der weiteren Aufklärung der komplexen Sachverhalte. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bayreuth und der KPI(Z) Oberfranken dauern an. Aus ermittlungstaktischen Gründen können derzeit keine weiteren Angaben gemacht werden.
ERSTMELDUNG (Dienstag, 21. April / 13:24 Uhr)
Die Polizei und die Staatsanwaltschaft Bayreuth durchsuchen aktuell Autohäuser in Oberfranken und Mittelfranken. Dabei handelt es sich um die Verfolgung von Vermögensstraftaten, wie die Staatsanwaltschaft Bayreuth auf Anfrage von TVO informiert. Laut unbestätigten Meldungen könnte es sich um gewerbsmäßigen Betrug handeln.
Mittlerweile Haftbefehle vollzogen
Zudem seien mittlerweile auch Haftbefehle vollzogen worden. Der Einsatz begann am Morgen um 06:00 Uhr. Um welche Autohäuser es sich handelt, teilt die Staatsanwaltschaft Bayreuth noch nicht mit.