30 hochgefährliche Schlangen, davon 24 mit tödlich wirkendem Gift, beschlagnahmte die Grenzpolizei Selb während einer Kontrolle unweit der tschechischen Grenze bei Wildenau (Landkreis Wunsiedel). Fündig wurden die Beamten in einem Kombi mit slowakischem Kennzeichen. Dies bestätigt der Leiter der Grenzpolizeiinspektion Selb, Alexander Horn, auf Anfrage von TVO.
Zwei slowakische Schmuggler festgenommen
Der Vorfall ereignete sich bereits am Freitag (11. September). Wegen der Bearbeitung dieses besonderen Vorkommnisses bei der Staatsanwaltschaft Hof, ging man vorerst damit noch nicht an die Öffentlichkeit. Dabei wurden zwei 26 und 27 Jahre alte Sachmuggler aus der Slowakei festgenommen.
Schmuggler warnt Polizisten vor der Durchsuchung
In mehreren Kisten und Frischhalteboxen fanden die Grenzpolizisten die Schlangen, darunter Mambas, Kobras und Taipane. Die Kontrolle war laut Alexander Horn eine heikle und gefährliche Situation für den Beamten bei der Öffnung der Warmhalteboxen. Er wurde kurz vorher von den immer nervöser werdenden Schmugglern vor den Giftschlangen gewarnt.
Mehrere Anzeigen erstattet
Die beiden Männer konnten die für den Transport gefährlicher Tiere notwendigen Papiere und Bescheinigungen nicht vorweisen. Wie Alexander Horn bestätigt, behaupteten die Männer, zu einer Reptilienmesse unterwegs zu sein. Sie müssen sich unter anderem wegen Verstoßes gegen das Natur- und Artenschutzgesetz verantworten.
Drogen und verbotenes Springmesser
Auf den 27-jährigen Fahrer kommen noch weitere Anzeigen hinzu. Bei ihm fand die Grenzpolizei eine geringe Menge Marihuana und ein verbotenes Springmesser.
Zukunft der Schlangen unklar
Die Tiere befinden sich im Moment in der Reptilienauffangstation in München. Wie es jetzt mit den Teren weitergeht, ist noch unklar.