Sa., 18.07.2026 , 09:56 Uhr

Landkreis Bayreuth

A9 / Pegnitz: Kinder unter den Verletzten nach verbotenem Überholen

Verkehrsteilnehmer missbrauchen Rettungsgasse

Zu einem schweren Unfall mit mehreren Verletzten, darunter auch Kindern, kam es auf der A9 bei Pegnitz im Landkreis Bayreuth. Die Ursache: Ein 36-Jähriger überholte rechts und löste dadurch einen schweren Verkehrsunfall aus. Die Autobahn in Richtung Nürnberg musste zeitweise vollständig gesperrt werden. Zudem befuhren mehrere Verkehrsteilnehmer verbotswidrig die Rettungsgasse.

36-Jähriger überholt rechts und verursacht schweren Unfall

Am Freitagabend (17. Juli) befuhr ein 36-jähriger Deutscher mit seinem Kia Ceed die linke Fahrspur hinter einem Ford. Da es dem 36-Jährigen nicht schnell genug voranging, wechselte er über die mittlere der drei Fahrspuren auf die rechte Spur, um zusätzlich einen auf der mittleren Spur fahrenden Pkw rechts zu überholen. Anschließend scherte er vor diesem wieder ein und stieß dort mit dem Ford zusammen, der ebenfalls auf die mittlere Fahrspur wechselte. Der Kia des 36-Jährigen touchierte anschließend noch ein drittes Fahrzeug und prallte zusammen mit dem Ford gegen die Schutzplanke. Beide Fahrzeuge wurden von der Leitplanke abgewiesen und kamen schließlich auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen.

Mehrere Verletzte – darunter auch Kinder

Der 36-Jährige erlitt eine Kopfplatzwunde. Drei der vier Insassen des Ford – die Eltern sowie ihre beiden Kinder (6 und 9 Jahre) – wurden ebenfalls leicht verletzt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht.

Mehrere Fahrzeuge befahren die Rettungsgasse

Die Richtungsfahrbahn Nürnberg war während der rund zweistündigen Unfallaufnahme zeitweise vollständig gesperrt. Bei der Anfahrt zur Unfallstelle stellte eine Streife der Verkehrspolizei Bayreuth fest, dass mehrere Fahrzeuge die Rettungsgasse verbotswidrig befuhren. Dabei handelte es sich um einen Lkw, einen Pkw und ein Motorrad. Alle drei Fahrzeugführer wurden angezeigt und müssen nun jeweils ein Bußgeld in Höhe von 286,50 Euro bezahlen.

Unfallschaden liegt bei über 30.000 Euro

Sowohl der Kia als auch der Ford mussten abgeschleppt werden. An den beiden Fahrzeugen sowie an den Schutzplanken entstand ein Gesamtschaden von rund 35.000 Euro.

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