Funkenflug, herumfliegende Fahrzeugteile und vier zerstörte Reifen – und trotzdem ging die Fahrt weiter: Ein 46-jähriger Lkw-Fahrer sorgte am Sonntag (13. September) auf der Autobahn A9 für einen Einsatz, bei dem selbst erfahrene Autobahnpolizisten nur den Kopf schütteln konnten.
Vier von sechs Reifen komplett zerstört
Gegen 13:00 Uhr kontrollierten Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Bayreuth an der Anschlussstelle Trockau (Landkreis Bayreuth) einen Sattelzug. Der Zustand des Anhängers war kaum zu übersehen: Vier von sechs Reifen waren komplett zerstört. Spuren am Fahrzeug und auf der Fahrbahn zeigten, dass der Fahrer damit bereits mindestens zehn Kilometer auf den Felgen zurückgelegt hatte.
Felgen erzeugen heftigen Funkenflug
Dabei blieb es nicht bei einem enormen Sachschaden. Durch die Fahrt auf den beschädigten Rädern kam es zu Funkenflug, zudem gingen Fahrzeugteile verloren. Dass dabei kein anderer Verkehrsteilnehmer zu Schaden kam und es nicht zu einem schweren Unfall kam, war letztlich glücklichen Umständen zu verdanken.
Lkw-Fahrer mit knapp 1,7 Promille Alkohol
Bei der Kontrolle wurde dann auch klar, weshalb der 46-jährige Mann aus der Ukraine offenbar keinerlei Veranlassung gesehen hatte, seine Fahrt zu beenden: Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,66 Promille.
Strafverfahren eingeleitet
Die Fahrt war damit endgültig beendet. Der Mann musste sich einer Blutentnahme unterziehen. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet.