In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (30. Oktober) führte die Verkehrspolizei Bamberg mehrere Verkehrskontrollen im Stadtgebiet durch. Dabei stellten die Beamten unter anderem manipulierte E-Scooter, einen alkoholisierten E-Bike-Fahrer und mehrere gefährliche Fluchtversuche fest. In allen vier Fällen wurden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Die Polizei spricht von einer schockierenden Bilanz.
16-Jähriger mit manipuliertem E-Scooter unterwegs
Im Nordosten Bambergs fiel den Beamten zunächst ein 16-Jähriger auf, der mit einem manipulierten E-Scooter unterwegs war. Das Fahrzeug hatte kein Versicherungskennzeichen. Zudem überquerte der Jugendliche den Berliner Ring bei Rotlicht und war deutlich schneller als die zulässigen 20 km/h unterwegs.
Jugendlicher versucht zu flüchten
Als die Polizei ihn kontrollieren wollte, versuchte er zu flüchten. Dabei fuhr er über mehrere Straßen und verursachte durch seine Fahrweise beinahe zwei Unfälle. Im Nachgang gelang es der Polizei, den Jugendlichen zu ermitteln und Kontakt zu seinem Vater aufzunehmen. Gegen den 16-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz eingeleitet.
Weiterer Rollerfahrer viel zu schnell
Nur kurze Zeit später kontrollierten die Beamten in derselben Gegend einen weiteren 16-Jährigen auf einem zu schnellen E-Scooter. Bei der Überprüfung stellten sie eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h fest. Das Fahrzeug wurde daraufhin sichergestellt.
Ermittlungen auch gegen die Mutter
Die Mutter des Jugendlichen, die zugleich Halterin des E-Scooters ist, holte ihren Sohn anschließend vor Ort ab. Gegen ihn wird nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt. Auch seine Mutter muss mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen, da sie die Fahrt zugelassen haben soll.
65-Jähriger mit 1,7 Promille auf frisiertem E-Bike
Kurz vor Mitternacht geriet ein 65-jähriger Mann im Inselgebiet in eine Polizeikontrolle. Er war mit einem manipulierten E-Bike unterwegs, das sich über einen Gasgriff auch ohne Treten antreiben ließ. Dabei erreichte das Fahrzeug eine Geschwindigkeit von deutlich mehr als sechs km/h. Damit erfüllt es nach den Angaben der Polizei mindestens die Voraussetzungen für ein Mofa. Bei der Kontrolle bemerkten die Beamten, dass der Mann stark alkoholisiert wirkte. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,7 Promille.
Polizei ahndet mehrere Verstöße
Die Polizei ordnete eine Blutentnahme an und stellte das manipulierte E-Bike für ein technisches Gutachten sicher. Den 65-Jährigen erwarten nun Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz.
Betrunkener E-Scooter-Fahrer in Schlangenlinien
Kurz nach Mitternacht fiel den Beamten in der Nähe des Bamberger Bahnhofs ein weiterer 16-Jähriger auf. Er fuhr mit seinem E-Scooter mitten auf der Fahrbahn und bewegte sich dabei in erheblichen Schlangenlinien.
Nach Sturz Flucht zu Fuß
Als die Polizei ihn anhalten wollte, ergriff er die Flucht. Nach kurzer Fahrt stürzte er zu Boden, setzte seine Flucht anschließend jedoch zu Fuß fort. Ein nacheilender Polizeibeamter konnte den Jugendlichen schließlich einholen und festhalten.
16-Jähriger mit deutlichen Ausfallerscheinungen
Glücklicherweise blieb der 16-Jährige unverletzt. Gegen die polizeilichen Maßnahmen leistete er keinen Widerstand. Allerdings roch er stark nach Alkohol. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab knapp 0,8 Promille. Auch in diesem Fall wurde eine Blutentnahme erforderlich. Aufgrund seiner deutlichen Ausfallerscheinungen muss sich der Jugendliche wegen Trunkenheit im Straßenverkehr verantworten.
Weitereführende Informationen:
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