Di., 03.09.2024 , 15:58 Uhr

Bayern / Oberfranken

Bayern: Freistaat schafft Grundlage für die schnellere Ausweisung von Waffenverbotszonen

Verbotszonen an Orten, wo es wiederholt zu Gewaltdelikten kommt

Die Bayerische Staatsregierung brachte am Dienstag (03. September) die rechtliche Grundlage auf den Weg, dass künftig schneller und flexibler Waffen-und Messerverbotszonen für bestimmte öffentliche Orte in Bayern festgesetzt werden können. Vorausgegangen war ein derartiger Vorschlag von Innenminister Joachim Herrmann. Dies teilte die Staatskanzlei nach der heutigen Kabinettssitzung mit.

Schon jetzt gibt es Möglichkeiten, derartige Zonen einzurichten

Auch bisher hatten die Kommunen in Bayern die Möglichkeit, nach dem Landesstraf- und Verordnungsgesetz das Mitführen von gefährlichen Gegenständen wie Messern – zum Beispiel bei öffentlichen Veranstaltungen – zu untersagen. Ein solches Verbot gilt etwa für das Münchner Oktoberfest.

Verbotszonen an Orten, wo es wiederholt zu Gewaltdelikten kommt

Zusätzlich soll für die Sicherheitsbehörden künftig die Möglichkeit bestehen, an öffentlichen Orten, an denen wiederholt Gewaltdelikte zu beobachten sind, besondere Waffen- und Messerverbotszonen nach dem Waffengesetz auszuweisen. Dies soll jeweils in enger Abstimmung mit der Polizei geschehen. Das von der Staatsregierung dazu ermächtigte bayerische Innenministerium wird nun umgehend die zur Umsetzung erforderlichen Regelungen erlassen, so die Staatskanzlei in ihrer Mitteilung.

 

Die Sicherheitsbehörden vor Ort kennen die örtlichen Gegebenheiten und können am besten einschätzen, wo solche Waffen- und Messerverbotszonen für mehr Sicherheit sinnvoll sind.

(Joachim Herrmann, Bayerischer Innenminister)

Bayern Gewalt Innenministerium Messer Messerverbot Messerverbotszone Oberfranken Staatsregierung Straftat Waffe Waffenverbot Waffenverbotszone

Das könnte Dich auch interessieren

07.10.2025 Bayern: Gesetz zur Drohnenabwehr - Bayerische Polizei soll mehr Kompetenzen erhalten Nach den Drohnensichtungen am Münchner Flughafen hat die bayerische Staatsregierung nun Konsequenzen gezogen. Sie wird ein Gesetz zum Schutz vor Drohnenüberflügen auf den Weg bringen. In einer Pressekonferenz am heutigen Dienstag (07. Oktober) hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gemeinsam mit Innenminister Joachim Herrmann die Beschlüsse aus der Kabinettssitzung am Vormittag vorgestellt. 09.09.2026 Oberfranken / Deutschland: Sechster bundesweiter Warntag am 10. September 2026 Am Donnerstag (10. September) findet der diesjährige bundesweite Warntag statt. An diesem Aktionstag erproben Bund und Länder sowie die auf freiwilliger Basis teilnehmenden Kreise, kreisfreien Städte und Gemeinden in einer gemeinsamen Übung ab etwa 11:00 Uhr ihre Möglichkeiten zur Warnung der Bevölkerung. 07.08.2026 Zahl der tödlichen Badeunfälle steigt: 2026 sind bereits 54 Menschen in Bayern ertrunken Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat für 2026 eine Zwischenbilanz veröffentlicht. Diese zeigt, dass bislang bereits 54 Menschen in Bayern ertrunken sind. Das sind drei mehr als im Vorjahr und mehr als in jedem anderen Bundesland. Allein in Oberfranken sind vier Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen. Die DLRG äußert sich zu möglichen Risikofaktoren und appelliert an die Bevölkerung. 22.07.2026 TVO-Umfrage: Alkoholverbot an Bahnhöfen - wird dadurch die Sicherheit erhöht? Die Deutsche Bahn verbietet das Trinken von Alkohol an allen ihren 5.400 Bahnhöfen. Das Verbot soll bundesweit bis spätestens zum 15. Oktober dieses Jahres an allen Standorten umgesetzt sein. Grund ist laut Mitteilung auf der Homepage des Konzerns, die Sicherheit von Mitarbeitern und Reisenden zu verbessern. In diesem Zusammenhang möchte TVO von Ihnen wissen, ob ein Alkoholverbot an deutschen Bahnhöfen die Sicherheit erhöhen wird? Nehmen Sie an der Online-Umfrage teil. Sie ist anonym.