Di., 15.10.2024 , 16:56 Uhr

Oberfranken

Brose streicht 950 Verwaltungsstellen weltweit: Unklarheit über betroffene Standorte

Standorten mit hohen Löhnen sollen betroffen sein

Der Automobilzulieferer Brose plant, weltweit rund 950 Verwaltungsmitarbeiter an Standorten mit hohen Löhnen zu entlassen. Dies gab Michael Stoschek, der Verwaltungsratsvorsitzende des Unternehmens, in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) bekannt. Der Abbau erfolgt im Rahmen einer umfassenden Restrukturierung, die Brose bis Ende 2025 umsetzen möchte.

Unklarheit über betroffene Standorte

Dabei soll das Unternehmen an verschiedenen nationalen und internationalen Standorten betroffen sein. Allerdings ist bislang noch unklar, wie viele der Arbeitsplätze an welchen Standorten wegfallen werden.

Stellenstreichungen in Oberfranken bereits bekannt

Die Ankündigung kommt nicht überraschend, da bereits im Juli 2024 erste Hinweise auf diesen Schritt veröffentlicht wurden. Damals hatte Brose bekanntgegeben, dass allein am Standort Bamberg zehn Prozent der Arbeitsplätze abgebaut werden sollen. Auch in Coburg, einem weiteren wichtigen Standort des Unternehmens, sind Stellenstreichungen geplant. Wie viele Arbeitsplätze dort konkret betroffen sein werden, wurde jedoch noch nicht mitgeteilt.

Automobilzulieferer unter Druck

Dieser Stellenabbau ist Teil einer umfassenderen Strategie des Unternehmens, das sich angesichts der herausfordernden Marktlage und steigender Kosten im Automobilsektor gezwungen sieht, seine Kostenstrukturen zu optimieren. Brose steht wie viele Automobilzulieferer unter dem Druck, auf die steigenden Kosten für Rohstoffe und die Transformation der Automobilindustrie zu reagieren. Der Umstieg auf Elektromobilität und die damit verbundene Neuorganisation der Lieferketten stellen die gesamte Branche vor große Herausforderungen. Die Restrukturierung soll eine Maßnahme sein, um das Unternehmen für die Zukunft wettbewerbsfähig aufzustellen.

Standorte mit hohen Löhnen im Fokus

Die Entscheidung, Stellen in der Verwaltung zu streichen, betrifft in erster Linie Standorte mit besonders hohen Löhnen. Brose will sich so auf effizientere und kostengünstigere Strukturen konzentrieren, um langfristig auf dem Markt bestehen zu können.

Konkrete Stellenstreichungen noch nicht veröffentlicht

Wie sich der Stellenabbau konkret auf die einzelnen Standorte auswirken wird, bleibt abzuwarten. Auch die Frage, welche Auswirkungen der Abbau auf die Standorte in ganz Deutschland haben wird, ist noch offen

Brose beschäftigt weltweit mehr als 30.000 Mitarbeiter und ist einer der führenden Automobilzulieferer. Die Entscheidung zum Personalabbau ist daher nicht nur für das Unternehmen selbst, sondern auch für die betroffenen Standorte von großer Tragweite.

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