Ermittlungen der Zentralstelle Cybercrime Bayern, der Kriminalpolizeiinspektion Coburg und rumänischer Behörden haben zur Festnahme zweier Tatverdächtiger im rumänischen Râmnicu Vâlcea geführt. Den beiden rumänischen Staatsangehörigen im Alter von 40 und 44 Jahren wird gewerbsmäßiger Betrug durch gefälschte Online-Fahrzeugangebote vorgeworfen.
Autokäufer fallen auf falsche Inserate rein
Nach bisherigen Erkenntnissen verschaffte sich die Tätergruppe seit September 2025 Zugang zu Nutzerkonten seriöser Fahrzeughändler auf Onlineplattformen. Dort veröffentlichten die Täter gefälschte Inserate und manipulierten Rechnungen, sodass Kaufpreise auf ihre eigenen Konten überwiesen wurden. Dabei sollen mehrere hundert Händlerkonten übernommen und mehr als 5.000 falsche Fahrzeugangebote eingestellt worden sein. Der bislang bekannte Schaden beläuft sich auf über 660.000 Euro.
Verdächtige ausgeliefert
Im Rahmen eines gemeinsamen Einsatzes mit den rumänischen Behörden am 7. Juli 2026 wurden die beiden Tatverdächtigen festgenommen und ihre Wohnungen durchsucht. Dabei stellten die Ermittler Bargeld und Goldmünzen im Wert von rund 100.000 Euro sicher. Die Beschuldigten wurden inzwischen nach Deutschland ausgeliefert und befinden sich in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an.