Ein Senior aus Coburg wurde am Donnerstag (23. Juli) Opfer eines Telefonbetrugs. Mit einer erfundenen Geschichte über eine angeblich drohende Haftstrafe für seine Ehefrau gelang es bislang unbekannten Tätern, den Mann zur Übergabe mehreren tausend Euro zu bewegen.
Ehemann soll Kaution für seine Frau bezahlen
Zwischen 09:00 Uhr und 10:00 Uhr erhielt der Geschädigte einen Anruf von einem unbekannten Mann, der sich als Ermittler in Russland ausgab. Der russischsprachige Anrufer täuschte vor, die Ehefrau des Seniors habe einen Unfall verursacht und müsse deshalb mit einer mehrjährigen Freiheitsstrafe rechnen. Durch die Zahlung einer Geldsumme könne diese angeblich verhindert werden.
Senior übergibt 8.000 Euro
In Sorge um seine Ehefrau übergab der Senior gegen 13 Uhr an seinem Wohnanwesen im Röntgenweg einen Betrag von 8.000 Euro an einen bislang unbekannten Abholer.
Der Abholer wird beschrieben als:
Öffentlichkeit wird um Mithilfe gebeten
Die Kriminalpolizei Coburg hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Personen, die am Donnerstag im Bereich des Röntgenwegs verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben oder Hinweise zu möglichen Tatverdächtigen oder Fahrzeugen geben können, sich unter der Telefonnummer 09561/645-0 zu melden.
Polizei warnt vor Schockanrufen
Die Polizei warnt eindringlich vor sogenannten Schockanrufen: Seriöse Behörden verlangen niemals die Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen, um eine angebliche Haftstrafe abzuwenden. Bei verdächtigen Anrufen sollte das Gespräch beendet und über eine bekannte Telefonnummer Kontakt zu Angehörigen oder der Polizei aufgenommen werden.