Die Anreise von Anhängern des Fußballvereins Dynamo Dresden zum Spiel gegen den 1. FC Nürnberg am vergangenen Sonntag (9. August) wurde von massiven Sachbeschädigungen und illegalem Pyrotechnik-Einsatz überschattet. Bei einem Umstieg am Bahnhof Pegnitz (Landkreis Bayreuth) eskalierte die Situation, woraufhin die Bundespolizei konsequent einschritt.
Zerstörung im Zug und gefährliches Verhalten
Rund 150 Dresdner Fans befanden sich zunächst in drei Zügen auf der Reise über Hof in Richtung Nürnberg. Als eine Gruppe von etwa 60 Personen in Pegnitz in den Schienenersatzverkehr umsteigen musste, entdeckten Einsatzkräfte erhebliche Schäden in den Waggons. Neben diversen Schmierereien hatten die Täter Überwachungskameras abgeklebt und Klapptische gewaltsam herausgerissen. Zudem brachten sich die Fußballanhänger durch rund 30 unerlaubte Gleisüberschreitungen am Bahnhof selbst in Gefahr.
Identitätsfeststellungen und Ermittlungen
Die Situation am Bahnhof Pegnitz verschärfte sich zusätzlich, als aus der Gruppe heraus verbotene pyrotechnische Gegenstände abgebrannt wurden. Um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, stellten die Beamten die Identitäten aller im beschädigten Zug befindlichen Personen fest. Die Bundespolizeiinspektion Selb hat mittlerweile die Ermittlungen zur Verfolgung dieser Straftaten aufgenommen.