Zwei 16-Jährige aus dem Landkreis Böblingen (Baden-Württemberg) wurden bei einer Kontrolle am Bahnhof Marktredwitz (Landkreis Wunsiedel) mit rund 150 verbotenen Feuerwerkskörpern erwischt. Die Jugendlichen waren am Donnerstag (29. Oktober) aus dem tschechischen Eger nach Deutschland eingereist.
Pyrotechnik im Gepäck und am Körper versteckt
Beamte der Bundespolizeiinspektion Selb kontrollierten die beiden Jugendlichen und wurden dabei in ihrem Gepäck fündig. Einen Teil der Pyrotechnik hatten die 16-Jährigen zudem am Körper versteckt. Nach Angaben der Bundespolizei handelte es sich um erlaubnispflichtige Feuerwerkskörper der Kategorie F4. Außerdem führten die Jugendlichen offenbar weitere, vermutlich gefälschte Böller mit sich. Die erforderlichen Erlaubnisse konnten sie nicht vorweisen.
Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet
Die Beamten stellten die gesamte Pyrotechnik sicher und verständigten die Erziehungsberechtigten. Gegen die beiden Jugendlichen wird nun wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt.
Erhebliche Konsequenzen drohen
Den Beschuldigten drohen erhebliche Konsequenzen. Bei entsprechenden Verstößen sieht das Gesetz Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren vor. Hinzu kommen möglicherweise die Kosten für die fachgerechte Vernichtung der sichergestellten Feuerwerkskörper.
Polizei warnt vor gefährlicher Pyrotechnik
Die Bundespolizei warnt eindringlich davor, nicht zugelassene Pyrotechnik aus dem Ausland nach Deutschland einzuführen. Gerade Feuerwerkskörper der Kategorie F4 sind ausschließlich für Personen mit entsprechender Erlaubnis bestimmt. Zudem können solche Böller aufgrund fehlender Sicherheitsstandards unkontrolliert explodieren und schwere Verletzungen verursachen.