UPDATE (03. Juli 2026 / 12:11 Uhr)
Nach einem gewalttätigen Vorfall in der Coburger Innenstadt in der Nacht auf Dienstag (30. Juni) hat die Polizeiinspektion Coburg vier tatverdächtige Jugendliche identifiziert und die mögliche Tatwaffe sichergestellt. Die Jugendlichen sollen ein junges Pärchen brutal angegriffen haben.
Frau sexuell belästigt – Mann zu Boden geschlagen
Nach bisherigen Erkenntnissen kam nach dem dem WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft um 01.30 Uhr in der Heiligkreuzstraße in Coburg zu einer Auseinandersetzung. Dabei soll eine vierköpfige Gruppe eine junge Frau sexuell belästigt und ihren 19-jährigen Begleiter mit einem Schlagring niedergeschlagen haben. Anschließend flüchteten die zunächst unbekannten Täter. Die Polizei leitete umgehend umfangreiche Ermittlungen ein, veröffentlichte einen Zeugenaufruf und wertete unter anderem die Aufnahmen einer Überwachungskamera eines Ladengeschäfts aus, auf denen die Tatverdächtigen zu sehen waren.
Verdächtige bereits polizeibekannt
Ein entscheidender Ermittlungsfortschritt gelang am Donnerstagnachmittag (02. Juli): Zwei der mutmaßlichen Täter erschienen in einer anderen Angelegenheit zu einer Vernehmung bei der Polizeiinspektion Coburg und wurden dort von einer Polizeibeamtin wiedererkannt. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen konnten schließlich alle vier Mitglieder der mutmaßlichen Tätergruppe identifiziert werden. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um drei 15-Jährige und einen 16-Jährigen aus der Stadt und dem Landkreis Coburg. Nach Angaben der Polizei sind die Jugendlichen bereits polizeibekannt.
Durchsuchungen bringen weitere Hinweise
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft beziehungsweise der zuständigen Richterin durchsuchten Einsatzkräfte anschließend vier Objekte. Dabei stellten sie den mutmaßlich bei der Tat verwendeten Schlagring sowie drei Mobiltelefone sicher. Gegen die vier Jugendlichen wird nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, sexueller Belästigung sowie Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt.
Eine extrem gewalttätige Tat ereignete sich in der Nacht zum Dienstag (30. Juni) in Coburg. Eine junge Frau wurde von bislang unbekannten Männern auf offener Straße sexuell belästigt. Ihr Freund wurde mit einem Schlagring krankenhausreif geschlagen. Die Polizei ermittelt und sucht dringend nach Zeugen.
Männergruppe verfolgt junges Paar
Nach aktuellem Erkenntnisstand waren die 18-Jährige und ihr 19-jähriger Freund gegen 01:30 Uhr auf dem Heimweg aus der Coburger Innenstadt, als sie plötzlich von einer dreiköpfigen Männergruppe verfolgt wurden. Im Bereich der Heiligkreuzstraße ging die Gruppe plötzlich auf das Pärchen los. Zwei Täter bedrängten die Frau und fassten sie laut Polizei mehrfach unsittlich an.
Täter schlägt mit Schlagring zu
Ihr 19-jähriger Freund ging sofort dazwischen und es kam zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen den Männern. Zwei der Täter schlugen zunächst auf den jungen Mann ein. Dann zog der Haupttäter unvermittelt einen Schlagring und brachte das Opfer damit zu Boden. Seine Komplizen traten anschließend auf den am Boden liegenden Mann ein.
Fahndung bislang erfolglos
Als sich mehrere Passanten in der unmittelbaren Nähe auftauchten, ergriffen die Täter die Flucht. Sie rannten über die Heiligkreuzstraße in Richtung Allee und von dort weiter in die Untere Klinge. Eine sofort eingeleitete Fahndung der Polizei verlief erfolglos. Der 19-Jährige musste mit leichten Verletzungen in das Klinikum Coburg gebracht werden. Die 18-Jährige blieb körperlich unverletzt.
Beschreibung der Täter:
Bei der Gruppe handelte es sich um drei schlanke Männer mit südländischem Erscheinungsbild.
Zeugen gesucht
Der Vorwurf gegen die Beschuldigten lautet: sexuelle Belästigung und gefährliche Körperverletzung. Da sich die Tat kurz nach dem WM-Spiel ereignete waren viele Personen auf dem Heimweg. Die Polizei erhofft sich deshalb wichtige Hinweise aus der Bevölkerung. Personen, die sachdienliche Hinweise zum Vorfall, den Tätern oder dem Fluchtweg geben können, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Coburg unter der 09561 6450 in Verbindung zu setzen.