Unbekannte Täter brachten zwischen Mitte Januar und Ende Februar 2026 einen 57-jährigen Mann aus dem Landkreis Lichtenfels mit einer perfiden Betrugsmasche um einen hohen fünfstelligen Geldbetrag. Um welchen Ort es sich handelt, wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht preisgeben.
Täterin gaukelt Liebesbeziehung vor
Nach bisherigen Erkenntnissen erhielt der Mann Mitte Januar über die Social-Media-Plattform Facebook eine Kontaktanfrage von einer ihm unbekannten Frau. Im weiteren Verlauf bauten die Täter gezielt einen emotionalen Bezug zu dem Geschädigten auf, gaukelten dem Mann eine Liebesbeziehung vor und schickten ihm entsprechende Nachrichten. Nach kurzer Zeit verlagerte sich die Kommunikation jedoch auf angeblich lukrative Investitionsmöglichkeiten im Bereich Online-Trading.
57-Jähriger überweist 80.000 Euro
Im Vertrauen auf die Angaben der vermeintlichen Bekanntschaft eröffnete der 57-Jährige ein Handelskonto auf einer entsprechenden Plattform und tätigte mehrere Überweisungen. Insgesamt transferierte er rund 80.000 Euro. Trotz mehrfacher Versuche blieb eine Auszahlung aus. Erst daraufhin schöpfte der Mann Verdacht und erstattete Anzeige bei der Polizei.
Ermittler gehen von Trading Scam aus
Die Kriminalpolizei geht derzeit von einem sogenannten „Trading Scam“ aus. Hierbei handelt es sich um eine Betrugsform, bei der Täter – häufig aus dem südostasiatischen Raum – gezielt über soziale Netzwerke Kontakt zu potenziellen Opfern aufnehmen. Durch den Aufbau einer persönlichen Beziehung wird Vertrauen geschaffen, um die Geschädigten anschließend zu Investitionen auf gefälschten Handelsplattformen zu bewegen.
Gesamtschaden der Betrugsmasche im zweistelligen Millionenbereich
Nach Angaben der Zentralstelle Cybercrime Bayern beläuft sich der bekannte Gesamtschaden durch diese Betrugsmasche inzwischen auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag.
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