UPDATE (23. Januar / 10:30 Uhr)
Am Donnerstagmittag (22. Januar) kam es zu einem Großeinsatz an der Schleuse Hausen im Landkreis Forchheim. Grund dafür war ein technischer Defekt an der Ruderanlage eines 110 Meter langen Gütermotorschiffes. Die Schifffahrt im betroffenen Kanalbereich ist bis auf Weiteres eingestellt.
Ruderanlage fällt plötzlich aus
Kurz vor der Schleuse Hausen fiel bei dem 110 Meter langen Güterschiff die Ruderanalage aus. Das Schiff drehte sich quer und prallte mit Bug und Heck an das jeweilige Ufer. Dadurch lief der Hauptmaschinenraum voller Wasser. Das mit Terminfracht beladene Schiff konnte vorerst an der Schleuse festmachen. Dort wurde es durch die Feuerwehr Hausen mittels Pumpen schwimmend gehalten. Da das ausgepumpte Wasser mit Öl verunreinigt war, wurde durch die Ölwehr des Landkreises Forchheim, unter Leitung des THW Forchheim, eine Ölsperre errichtet. Durch die Wasserschutzpolizei Bamberg wurden die Ermittlungen zum Grund des Ruderausfalls aufgenommen. Eine Spezialfirma wurde verständigt, diese konnte das Leck in der Nacht noch lokalisieren und abdichten.
UPDATE (22. Januar, 18:50 Uhr):
Auf dem Main-Donau-Kanal bei Forchheim läuft seit Donnerstagmittag ein Großeinsatz, um das Sinken eines Güterschiffs zu verhindern. Dies berichtet die Nachrichtenagentur News5.
Spezialtaucher aus Würzburg angefordert
Demnach pumpt die Feuerwehr weiter das durch ein Leck einlaufende Wasser ab, während eine Ölsperre den Kanal vor auslaufenden Betriebsstoffen schützen soll. Inzwischen wurden Industrietaucher einer Spezialfirma aus Würzburg angefordert, um das Leck schnellstmöglich zu schließen. Die Schadenshöhe bewegt sich ersten Schätzungen zufolge im fünfstelligen Eurobereich.
Kanal soll bis Freitagmittag gesperrt bleiben
Der betroffene Abschnitt des Kanals vor der Schleuse Hausen bleibt nach Angaben der Wasserschutzpolizei wohl voraussichtlich bis in die Mittagsstunden des Freitags gesperrt - was allerdings zu einem weiteren Problem führt: Bedingt durch die eisigen Temperaturen und den ausbleibenden Schiffverkehr auf dem Main-Donau-Kanal könnte die Wasserstraße gefrieren.
ERSTMELDUNG (22. Januar, 16:19 Uhr):
Ein Güterschiff ist am Donnerstagnachmittag (22. Januar) vor der Schleuse Hausen bei Forchheim auf Grund gelaufen und droht, im Main-Donau-Kanal zu versinken. Aktuell läuft vor Ort ein Großeinsatz mit etwa 100 Einsatzkräften.
Güterschiff läuft bei Forchheim auf Grund
Wie die Nachrichtenagentur News5 berichtet, war das Schiff von Bamberg aus in Richtung Nürnberg unterwegs, als es etwa drei Kilometer vor der Schleuse auf Grund lief. Als Ursache wird derzeit von einem Defekt an der Ruderanlage ausgegangen - näheres soll ein Gutachten klären. Die Besatzung legte das Schiff anschließend sicher im Bereich der Schleuse an und stellte einen Wassereinbruch im Maschinenraum fest. Das Ausmaß des Lecks ist besorgniserregend, aktuell strömen nach Angaben von News5 rund 300 Liter pro Minute ins Schiff.
Großeinsatz an der Schleuse Hausen
Die Feuerwehr, das Technische Hilfswerk (THW), die Wasserrettung und die DLRG sind mit etwa 100 Kräften im Großeinsatz, das BRK versorgt die Beteiligten bei minus drei Grad mit Verpflegungszelten. Die Feuerwehr pumpt aktuell das Wasser ab, um ein Sinken zu verhindern, während eine Ölsperre den Kanal vor auslaufenden Betriebsstoffen schützen soll.
Spezialtaucher soll Leck schweißen
Bergungstaucher des THW untersuchen unter Wasser die Schäden. Ein Spezialtaucher aus Würzburg ist derzeit auf dem Weg, um die Leckstelle zu schweißen. Die Schifffahrtsstraße bleibt bis auf Weiteres gesperrt.