Fr., 07.08.2026 , 11:24 Uhr

Oberfranken / Bayern

Zahl der tödlichen Badeunfälle steigt: 2026 sind bereits 54 Menschen in Bayern ertrunken

DLRG äußerst sich zu den Hintergründen

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat für 2026 eine Zwischenbilanz veröffentlicht. Diese zeigt, dass bislang bereits 54 Menschen in Bayern ertrunken sind. Das sind drei mehr als im Vorjahr und mehr als in jedem anderen Bundesland. Allein in Oberfranken sind vier Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen. Die DLRG äußert sich zu möglichen Risikofaktoren und appelliert an die Bevölkerung.

Hitze als Risikofaktor 

Vor allem im Juni und Juli gab es vermehrt tödliche Badeunfälle in Bayern. In diesen Monaten war es besonders heiß, weshalb besonders viele Menschen eine Abkühlung in Seen, Flüssen oder Freibädern gesucht haben. Das vor allem in Bayern die Menschen ertrinken, hat naheliegende Gründe, heißt es in der Pressemitteilung der DLRG.

„Die Gründe sind hauptsächlich die große Fläche und die Einwohnerzahl unseres Bundeslandes. Hinzu kommen die zahlreichen Seen in äußerst attraktiver Landschaft sowie die mächtigen Flüsse wie Donau, Main und Inn.“

(Dominik Schneider, Sprecher der DLRG Bayern)

Vor allem Männer ertrinken

Besonders junge Männer zwischen 20 und 30 Jahren sind unter den Badeopfern. Bis Juli sind in Bayern bereits 19 junge Männer ertrunken. 17 Badetote waren 70 Jahre oder älter. Zudem sind bereits vier Kinder in diesem Jahr in Bayern beim Baden ums Leben gekommen.

Regionale Unterschiede

Die meisten der 54 Ertrinkungsunfälle geschahen in Oberbayern (18) – und zwar im südlichen Oberbayern (16), gefolgt von Schwaben (11).

Ende Juli entdeckten Badegäste einen leblosen Jungen (8) im Freibad in Naila. Das Kind verstarb wenige Tage später im Krankenhaus. TVO berichtete.

 

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