© Landratsamt Coburg

Coburg: Landrat mit Defibrillator unterwegs

Ein Veranstaltungsbesucher bricht plötzlich zusammen. Jetzt ist schnelle Hilfe gefragt, es zählt jede Sekunde. Diese schnelle Hilfe kann ab sofort aus dem Fahrzeug des Coburger Landrats kommen. Denn seit kurzem befindet sich in diesem ein Defibrillator.

„Der Landrat kommt zu Veranstaltungen meistens mit dem Auto. Somit sind mit ihm auch das Fahrzeug und der Defibrillator vor Ort und sofort griffbereit. Und so kam die Idee bei uns auf, dass man dies genau für solche Notsituationen nutzen können sollte“, erklärt Felix Hanft, geschäftsleitender Beamter im Landratsamt Coburg.

Defibrillator kann Leben retten 

Defibrillatoren können im Ernstfall Leben retten, indem sie den natürlichen Herzrhythmus wiederherstellen. Dazu gibt das Gerät über Elektroden auf der Brust des Betroffenen Stromstöße ab. Auch im Landratsamt selbst gibt es bereits drei Defibrillatoren. Nachdem der Landrat als Oberhaupt des Landkreises viel unterwegs ist, hat man sich entschlossen, auch dessen Fahrzeug mit einem Defibrillator auszustatten. So bietet sich im Ernstfall die Möglichkeit, egal an welchem Ort, schnell Hilfe zu leisten.

Fahrer frischen Erste-Hilfe-Kurs auf 

Wichtig bei der Anwendung des Defibrillators ist, dass zwei Personen diesen bedienen können, um schnell und effizient zu helfen. Deshalb haben die beiden Fahrer des Landrats, Rico Steinmann und Andreas Oppel, ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse aufgefrischt. Landrat Sebastian Straubel selbst ist durch sein langjähriges Engagement in der Verkehrswacht ebenso in Erster Hilfe ausgebildet und hat, gemeinsam mit seinen beiden Fahrern, jüngst eine Einweisung zur Anwendung des Defibrillators bekommen.

Defibrillator kann auch bei Kindern angewendet werden

Bei dem Defibrillator im Landrats-Fahrzeug handelt es sich um das neueste Modell der Herstellerfirma Stryker. Es ist das erste Gerät, das auch zur Anwendung bei Kindern zugelassen ist.

„Ich komme viel in und außerhalb des Landkreises herum, bin bei unzähligen Veranstaltungen, bei denen auch viele andere Menschen sind. Eine Notsituation kann überall überraschend eintreten. Wenn wir mit dem kleinen Koffer im Auto möglicherweise Leben retten können, dann ist das etwas ganz Großes für die Gesundheit der Menschen. Und deshalb habe ich keine Sekunde überlegen müssen, das Fahrzeug mit einem Defibrillator auszustatten“, sagt Landrat Sebastian Straubel.

Ab sofort fährt mit dem Landrat also auch ein kleiner Koffer mit einer großen Portion Sicherheit für die Bevölkerung mit.



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