Vor dem Landgericht Bamberg hat heute der Prozess gegen zwei Geldautomatensprenger begonnen. Den beiden 26 und 28 Jahre alten Männer werden mehrere gewaltsame Aufbrüche von Geldautomaten vorgeworfen, unter anderem auch in Oberfranken.
Automatensprengungen in Forchheim und Küps
In Forchheim fielen den Tätern auf dem Gelände des Globus-Marktes jeweils ein Automat der Sparkasse Forchheim und der VR-Bank Bamberg-Forchheim zum Opfer. Auch in Küps (Landkreis Kronach) schlugen die Angeklagten zu. Dort sprengten sie einen Automaten in der Filiale der Sparkasse Kulmbach-Kronach in der Bahnhofstraße.
Festnahme auf frischer Tat
Nach einer Tat in Zwickau (Freistaat Sachsen) wurde die zwei Männer im Stadtteil Oberplanitz auf frischer Tat ertappt und festgenommen. Einem weiteren Mann gelang dabei die Flucht.
Umfangreiche Anklageschrift
Die Anklage der Staatsanwaltschaft Bamberg lautet auf schweren Bandendiebstahl in Tateinheit mit Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion in Tateinheit mit Zerstörung eines Bauwerkes in vier tatmehrheitlichen Fällen sowie versuchtem schweren Bandendiebstahls in Tateinheit mit Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und mit Zerstörung eines Bauwerkes in zwei tatmehrheitlichen Fällen.
Urteil Ende Juli erwartet
Angesetzt ist der Prozess auf 14 Verhandlungstage. Das Urteil wird Ende Juli erwartet. Die Angeklagten erwarten bei einer Verurteilung Haftstrafen in einer Höhe von bis zu zehn Jahren.
Insgesamt rund 2,5 Millionen Euro Schaden
Der Entwendungsschaden insgesamt wird auf rund eine halbe Million Euro geschätzt, der Sachschaden inklusive fehlgeschlagener Sprengungen ist hingegen zirka viermal so hoch.