Mehrere betrügerische Anrufe mit falschen Bankmitarbeitern in Rehau (Landkreis Hof) führten Mitte Dezember zu ersten Festnahmen. Dies führte die Ermittler der Kriminalpolizei Hof auf weitere Spuren, die nach Halle in Sachsen-Anhalt führten.
Täter geben sich als Bankmitarbeiter aus
Mitte Dezember kam es im Raum Rehau (Landkreis Hof) zu mehreren Fällen von Callcenterbetrug. Unbekannte Täter gaben sich am Telefon als Bankmitarbeiter aus und täuschten bevorstehende unberechtigte Abbuchungen von den Konten der Angerufenen vor. Unter diesem Vorwand kündigten sie an, angebliche Bankmitarbeiter zur Sicherung der Konten vorbeizuschicken, um Bankkarten samt PIN abzuholen.
Mehrere Betrugsversuche scheitern
In einem Fall hoben die Täter nach Erhalt der Bankkarte rund 2.000 Euro vom Konto eines Geschädigten ab. In einem weiteren Fall erlangten sie ebenfalls Bankkarten, ohne dass es zu einer Abhebung kam. Mehrere weitere Betrugsversuche scheiterten bereits im Vorfeld.
Fahndung führt zu zwei Festnahmen
Im Rahmen einer umgehend eingeleiteten Fahndung nahmen Beamte der Grenzpolizeiinspektion Selb am Freitag (12. Dezember) zwei Tatverdächtige fest. Dabei stellten die Einsatzkräfte sowohl das zuvor abgehobene Bargeld als auch sämtliche abgeholten Bankkarten sicher.
Auch in Halle klicken die Handschellen
Die weiteren Ermittlungen übernahm die Kriminalpolizei Hof. Diese führten die Ermittler auf weitere Spuren nach Halle (Sachsen-Anhalt). Dort konnten am Donnerstag (18. Dezember) zwei mutmaßliche Hintermänner im Alter von 17 und 19 Jahren an ihren Wohnanschriften festgenommen werden. Nach bisherigem Ermittlungsstand sollen sie die Telefonbetrügereien im Raum Rehau organisiert haben.
Im ganzen Bundesgebiet aktiv
Bei den Festnahmen stellten die Beamten umfangreiche Beweismittel sicher, deren Auswertung derzeit noch andauert. Bereits jetzt gehen die Ermittler davon aus, dass die Tätergruppierung für weitere gleichgelagerte Taten im gesamten Bundesgebiet verantwortlich ist.
Alle Betrüger sitzen in U-Haft
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof wurden die beiden mutmaßlichen Hintermänner einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Auch die am 12. Dezember festgenommenen Tatverdächtigen befinden sich nach richterlicher Entscheidung weiterhin in Untersuchungshaft.