Mi., 10.06.2020 , 14:12 Uhr

Corona-Krise: Brose rechnet mit deutlichen Verlusten

Programm "Future Brose" soll aus der Krise helfen

Der Automobilzulieferer Brose hat bereits im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang vermeldet. Jetzt spürt das Unternehmen die Auswirkungen der Coronakrise, wie es in einer Pressemitteilung am heutigen Mittwoch (10. Juni) heißt. Brose will mit einigen Maßnahmen der Krise entgegenwirken.

Neuer Standort in Serbien 

Der Automobilzulieferer rechnet für das laufende Jahr mit einem Umsatz von 4,4 Milliarden Euro und damit um 25 Prozent weniger als im Vorjahr. Als kurzfristige Reaktion auf den eingebrochenen Markt nutzt der Automobilzulieferer derzeit unter anderem Kurzarbeit oder Betriebsurlaub auf allen Ebenen. Eine Schlüsselrolle nimmt aber das Erneuerungsprogramm Future Brose ein. Darüber informierte Ulrich Schrickel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Brose Gruppe, bei der Versammlung von Gesellschaftern und Beiräten in Bamberg. Im Rahmen von „Future Brose“ soll ein neuer Standort in Serbien aufgebaut, die Unternehmensstruktur konkurrenzfähiger gestaltet und Kompetenzen in Mechatronik und Sensorik ausgebaut werden.

Keine schnelle Erholung für Automobilindustrie 

Schrickel rechnet erst in zwei bis drei Jahren mit einer Erholung des Automobilmarktes. Positiv zu vermelden ist, dass Brose erstmals einen Serienauftrag im Bereich Radartechnologie erhalten hat. Die Erfahrungen aus dem Auftrag sollen auch in Zukunftsentwicklungen, wie zum Beispiel Kollisionserkennung einfließen.

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