Eine seit Mittwochnachmittag (09. März) vermisste 87-jährige Frau konnte am späten Abend desselben Tages nach einer umfangreichen Suchaktion in einem Waldgebiet bei Memmelsdorf (Landkreis Bamberg) wohlbehalten aufgefunden werden. Das erfolgreiche Auffinden der Seniorin gelang durch das Zusammenspiel moderner Technik, engagierter Einsatzkräfte und einer pragmatischen Lösung vor Ort, wie die Polizei informiert.
87-Jährige kommt am Abend nicht zurück
Die Frau war am Nachmittag zu einem Spaziergang beziehungsweise zum Sammeln von Reisig in einem nahegelegenen Wald aufgebrochen. Gegen 15:00 Uhr hatte ihr Ehemann sie letztmals zu Hause gesehen. Als die Seniorin am Abend nicht zurückkehrte, verständigte dieser die Polizei.
Suche ist zunächst erfolglos
Beamte der Polizeiinspektion Bamberg-Land leiteten umgehend umfangreiche Suchmaßnahmen ein. Zunächst überprüften die Einsatzkräfte das Wohnanwesen der Vermissten sowie angrenzende Gebäude, darunter Keller, Dachböden und eine Scheune – jedoch ohne Ergebnis. Auch eine Nahbereichsfahndung mit zusätzlichen Streifen verlief zunächst erfolglos.
Drohnenpilot entdeckt bei Dunkelheit eine Wärmquelle
Im Zuge der weiteren Ermittlungen ergaben sich Hinweise darauf, dass sich die Frau möglicherweise in einem weiteren nahegelegenen Waldgebiet aufgehalten haben könnte. Zur Unterstützung wurde daraufhin ein Drohnenpilot der Verkehrspolizei Bamberg hinzugezogen. Gegen 23 Uhr entdeckte die Drohne schließlich eine Wärmequelle im Wald, die sich als die vermisste Seniorin herausstellte.
Spezielles Ortungssystem führt zu gestürzter Seniorin
Mithilfe präziser Koordinaten, die über das Ortungssystem „what3words“ an die Einsatzkräfte am Boden übermittelt wurden, konnten die Beamten gezielt zu der Stelle geführt werden. Vor Ort fanden sie die 87-Jährige am Boden liegend vor. Nach ersten Erkenntnissen war sie bereits am Nachmittag gestürzt und konnte anschließend nicht mehr selbstständig aufstehen.
Unverletzte Frau wird mit einer Schubkarre transportiert
Die Frau war augenscheinlich unverletzt, jedoch deutlich unterkühlt. Die Einsatzkräfte versorgten sie zunächst vor Ort und transportierten sie anschließend mit einer improvisierten, aber effektiven Lösung – einer Schubkarre – durch das unwegsame Gelände zu einem Übergabepunkt für den Rettungsdienst. Der übernahm die weitere medizinische Versorgung und brachte die Seniorin zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus.