Eine vermeintliche Amokdrohung an einer Realschule in Ebermannstadt (Landkreis Forchheim) führte am Freitag (10. Juli) zu einem Polizeieinsatz bei einem Schüler. Wie sich herausstellte, kam es zu einem gezielten Hackerangriff auf den Teenager.
Polizeieinsatz bei einem Schüler
Nachdem in einem schulinternen Chatforum eine entsprechende Ankündigung aufgetaucht war, informierte die Schulleitung umgehend die Polizei. Die Einsatzkräfte suchten den 14-Jährigen noch am Freitagabend auf, der die Vorwürfe zurückwies und angab, keine derartigen Nachrichten verschickt zu haben.
Teure Pizzalieferung an die Familie
Kurz darauf traf bei der Familie eine nicht bestellte, hochpreisige Pizzalieferung ein. Dieser weitere Vorfall deckte nach Angaben der Polizei auf, dass ein Unbekannter Zugriff auf den Computer der Familie erlangt hatte.
Täter erschleicht sich einen Fernzugriff
Nach bisherigen Erkenntnissen verschaffte sich der Täter in einem unverfänglichen Chat über die Plattform „Discord“ den Fernzugriff auf den PC und verschickte anschließend im Namen des Schülers verschiedene Nachrichten.
Gefahr bestand zu keiner Zeit
Somit bestand laut Polizei zu keiner Zeit eine tatsächliche Amok-Gefahr. Die Beamten informierten in der Folge die Schule über den „üblen Scherz“. Die Polizei Ebermannstadt ermittelt nun wegen der Androhung von Straftaten sowie des Ausspähens von Daten gegen den bislang unbekannten Täter.