Ein kurioser Fall beschäftigte am Donnerstagnachmittag (28. Mai) die Coburger Polizei. Alles begann mit einer Unfallflucht in der Julius-Popp-Straße in Coburg. Doch dann brachte ausgerechnet das verdächtige Verhalten der Mutter des mutmaßlichen Unfallverursachers die Polizei auf die Spur des 36-Jährigen.
Unfallverursacher trotz Zeugen zunächst nicht auffindbar
Gegen 14:15 Uhr beobachtete eine Zeugin, wie der unbekannte Fahrer eines schwarzen Porsche gegen einen Metallzaun prallte und anschließend mit hoher Geschwindigkeit von der Unfallstelle flüchtete. Das von der Zeugin abgelesene Kennzeichen führte zunächst zu keinem Treffer. Auch eine umgehend eingeleitete Fahndung im Nahbereich blieb erfolglos.
Verdächtiges Verhalten: Autofahrerin passiert mehrfach Unfallstelle
Während der polizeilichen Unfallaufnahme fiel den Beamten jedoch ein grauer Audi auf, der die Unfallstelle mehrfach langsam passierte. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass auf die Halterin des Audis ebenfalls ein Porsche zugelassen ist. An der Wohnanschrift der Fahrzeughalterin konnten die Einsatzkräfte sowohl den Audi als auch den mutmaßlich beteiligten Porsche feststellen.
Alkohol und Drogen
Als Fahrer zum Unfallzeitpunkt gilt der 36-jährige Sohn der Halterin. Ein Atemalkoholtest ergab bei ihm einen Wert von 1,24 Promille. Zudem räumte der Mann ein, regelmäßig Marihuana zu konsumieren. Der Tatverdächtige musste sich daraufhin einer Blutentnahme unterziehen. Darüber hinaus wurde das Unfallfahrzeug zur Spurensicherung vorübergehend sichergestellt.
Ermittlungen laufen
Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 10.000 Euro. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern weiterhin an. Gegen den 36-Jährigen leitete die Polizeiinspektion Coburg unter anderem wegen Unfallflucht und Gefährdung des Straßenverkehrs ein Strafverfahren ein.