Nach einem gewalttätigen Vorfall in der Coburger Innenstadt in der Nacht auf Dienstag (30. Juni) hat die Polizeiinspektion Coburg vier tatverdächtige Jugendliche identifiziert und die mögliche Tatwaffe sichergestellt. Die Jugendlichen sollen ein junges Pärchen brutal angegriffen haben. TVO berichtete.
Frau sexuell belästigt – Mann zu Boden geschlagen
Nach bisherigen Erkenntnissen kam nach dem dem WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft um 01.30 Uhr in der Heiligkreuzstraße in Coburg zu einer Auseinandersetzung. Dabei soll eine vierköpfige Gruppe eine junge Frau sexuell belästigt und ihren 19-jährigen Begleiter mit einem Schlagring niedergeschlagen haben. Anschließend flüchteten die zunächst unbekannten Täter. Die Polizei leitete umgehend umfangreiche Ermittlungen ein, veröffentlichte einen Zeugenaufruf und wertete unter anderem die Aufnahmen einer Überwachungskamera eines Ladengeschäfts aus, auf denen die Tatverdächtigen zu sehen waren.
Verdächtige bereits polizeibekannt
Ein entscheidender Ermittlungsfortschritt gelang am Donnerstagnachmittag (02. Juli): Zwei der mutmaßlichen Täter erschienen in einer anderen Angelegenheit zu einer Vernehmung bei der Polizeiinspektion Coburg und wurden dort von einer Polizeibeamtin wiedererkannt. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen konnten schließlich alle vier Mitglieder der mutmaßlichen Tätergruppe identifiziert werden. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um drei 15-Jährige und einen 16-Jährigen aus der Stadt und dem Landkreis Coburg. Nach Angaben der Polizei sind die Jugendlichen bereits polizeibekannt.
Durchsuchungen bringen weitere Hinweise
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft beziehungsweise der zuständigen Richterin durchsuchten Einsatzkräfte anschließend vier Objekte. Dabei stellten sie den mutmaßlich bei der Tat verwendeten Schlagring sowie drei Mobiltelefone sicher. Gegen die vier Jugendlichen wird nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, sexueller Belästigung sowie Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt.