Fr., 14.10.2016 , 10:57 Uhr

Oberfranken: Handwerkskonjunktur auf Rekordkurs

Hervorragende Geschäftslage auch in den Sommermonaten

Eine Repräsentativumfrage unter 440 oberfränkischen Handwerksbetrieben mit 8.308 Beschäftigten, hat ergeben, dass die oberfränkischen Handwerksbetriebe mit einer herausragenden Konjunktur überzeugen. Auch die Sommermonate konnten den handwerklichen Betrieben in Oberfranken nichts anhaben, obwohl meist genau diese Monate wirtschaftlich gesehen für vieleHandwerksbetriebe oft schwieriger sind.  

Keine Sommerpause

„Von Sommerpause keine Spur: Im dritten Quartal 2016 legten die oberfränkischen Handwerksbetriebe nochmals merklich zu und berichten von einer hervorragenden Konjunktur. 37 % sprechen von einer befriedigenden und sogar 53 % von einer guten Geschäftslage“, erläutert HWK-Präsident Thomas Zimmer die Ergebnisse der Konjunkturumfrage im oberfränkischen Handwerk im zweiten Quartal. Die Handwerkskonjunktur bleibt in Fahrt. Vor allem niedrige Energie- und Einkaufspreise, stabile Beschäftigungsverhältnisse wie auch eine hohe Wettbewerbsfähigkeit der oberfränkischen Betriebe sind Gründe für diese Entwicklung.

Neue Mitarbeiter werden gebraucht

„Die weiterhin hohe Inlandsnachfrage , vor allem im Baubereich, schlägt sich direkt auf die Auslastung der Betriebe nieder. Die derzeit hohe Kapazitätsauslastung von durchschnittlich 80 % wurde zuletzt im Jahre 1992 erreicht“, so Zimmer weiter.  „Die vollen Auftragsbücher sorgen ebenso für einen äußerst robusten Arbeitsmarkt. 70,5 % der Inhaber haben ihre Personaldecke konstant gehalten, jeder fünfte hat sie sogar erhöht. Über 90 % möchten auch in den nächsten drei Monaten ihre Mitarbeiter halten oder sogar neue einstellen“, so erklärt Thomas Koller, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, die aktuelle Arbeitsmarktsituation des Handwerks in Oberfranken.

Fachkräfte Mangel wird mehr und mehr zum Problem

„Den derzeit sehr guten konjunkturellen Rahmenbedingungen stehen allerdings auch Wachstumshemmnisse gegenüber. Denn hohe Auftragsreichweiten bedeuten im Umkehrschluss längere Wartezeiten für den Kunden. Der Bedarf an Fachkräften ist hoch, Stellen können aber häufig nicht ausreichend besetzt werden. Den Fachkräftebedarf der Zukunft zu decken, bleibt damit die größte Herausforderung der kommenden Jahre, wobei die Marktchancen für Auszubildende hervorragend sind. Die Wertschätzung der beruflichen Bildung in der Gesellschaft muss daher weiter gesteigert werden“, ergänzt der Hauptgeschäftsführer der HWK.

 

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