Sa., 03.01.2026 , 08:19 Uhr

Oberfranken

Oberfranken: Zahlreiche Unfälle nach Wintereinbruch

Keine Personen schwerer verletzt

Der Wintereinbruch am Freitag (02. Januar) sorgte oberfrankenweit für zahlreiche Unfälle. Größere Verletzungen erlitt dabei niemand, meistens blieb es bei Blechschäden.

 

Landkreis Wunsiedel:

 

Mit LKW rückwärts gerutscht und geflüchtet

Den Auftakt bildete ein Unfall am frühen Freitagmorgen gegen 5.40 Uhr. Ein 48-jähriger Lkw-Fahrer aus Schönwald rutschte beim Anfahren auf einer leicht abschüssigen Straße rückwärts und touchierte dabei einen geparkten Pkw. Vermutlich bemerkte der Fahrer den Anstoß aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht und entfernte sich anschließend vom Unfallort. Dank der Beobachtungen eines Zeugen konnte der Mann jedoch rasch ermittelt werden. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts der Unfallflucht ermittelt.

Mehrere Auffahrunfälle auf A93

Bei winterlichen Straßenverhältnissen kam es am Mittag auf der A 93 bei Marktredwitz zu einem Glätteunfall mit mehreren Folgeunfällen. Ein 50-jähriger BMW-Fahrer aus dem Zulassungsbezirk Hof geriet auf der verschneiten Fahrbahn ins Rutschen, woraufhin sich sein Fahrzeug auf der Autobahn drehte. In der Folge mussten sieben weitere Fahrzeuge stark abbremsen, dennoch kam es zu mehreren Auffahrkollisionen. Insgesamt war eine Vielzahl von Fahrzeugen in das Unfallgeschehen verwickelt. Glücklicherweise wurde nur eine Person leicht verletzt und zur weiteren Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. An allen beteiligten Fahrzeugen entstand teilweise erheblicher Sachschaden, der sich nach ersten Schätzungen auf rund 49.000 Euro beläuft.

PKW rutscht in Gegenverkehr

Gleich zwei Verkehrsunfälle ereigneten sich im Tagesverlauf in Thiersheim. Am Nachmittag verlor ein 32-jähriger Autofahrer aus Wunsiedel im Bereich der Egerstraße/Hauptstraße auf schneeglatter Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug und rutschte in den Gegenverkehr. Dort kollidierte er mit dem Pkw eines Autofahrers aus Sulzbach-Rosenberg. Verletzt wurde niemand, es entstand jedoch an beiden Fahrzeugen ein geschätzter Sachschaden von rund 40.000 Euro.

Touran prallt gegen Bordstein

Kurz nach Mitternacht wurde einem weiteren, jungen Fahrer aus Wunsiedel die Glätte zum Verhängnis. Beim Abbiegen in den Autohof rutschte sein Fahrzeug nach rechts und prallte gegen den Bordstein. Durch die Beschädigung des Fahrwerks war der VW Touran nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.

Verkehrszeichen umgeknickt

In Marktredwitz kam es am Nachmittag zu einem weiteren Unfall. Ein 35-jähriger Pkw-Fahrer rutschte die Hirschmannstraße bergab und kam erst durch die Kollision mit einem Verkehrszeichen zum Stehen. Das Verkehrszeichen hielt der Wucht des Aufpralls nicht stand und knickte um.

PKW prallt gegen Firmengebäude

Gegen 13.00 Uhr kam es auf der Staatsstraße 2177 zu einem Verkehrsunfall. Ein 35-jähriger Autofahrer aus Marktleuthen war von Röslau in Richtung Marktleuthen unterwegs, als sein Fahrzeug kurz nach dem Ortseingang Marktleuthen in eine Schneewehe geriet. Zum Unfallzeitpunkt herrschte starker Wind. Infolge dessen wurde der Pkw nach rechts abgelenkt und prallte gegen ein dort stehendes Firmengebäude. Durch die Wucht des Aufpralls lösten im Fahrzeug alle Airbags aus. Der Fahrer blieb unverletzt. Am Pkw entstand ein geschätzter Sachschaden von rund 15.000 Euro, am Gebäude beläuft sich der Schaden auf etwa 10.000 Euro. Das nicht mehr fahrbereite Fahrzeug musste abgeschleppt werden.

Zwei Fahrzeuge im Straßengraben

Gegen 22.10 Uhr kam es auf der Staatsstraße 2177 zwischen Wunsiedel und Bad Alexandersbad, etwa 400 Meter vor der Auffahrt zur B 303, zu einem Verkehrsunfall. Ein 32-jähriger Autofahrer aus Wunsiedel war stadtauswärts in Richtung Bad Alexandersbad unterwegs, als sein Pkw auf der schneebedeckten Fahrbahn ins Schleudern geriet und auf die Gegenfahrbahn rutschte. Dort kollidierte der Mazda mit der linken hinteren Fahrzeugseite mit der vorderen linken Seite eines entgegenkommenden Skoda, der von einem 57-jährigen Mann aus Wunsiedel gesteuert wurde. Nach dem Zusammenstoß rutschten beide Fahrzeuge nach rechts in den Straßengraben. Zudem wurden ein Verkehrszeichen sowie ein Leitpfosten beschädigt. Der 32-jährige Unfallverursacher erlitt eine Kopfverletzung, musste jedoch nicht stationär behandelt werden. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Am Mazda entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von rund 2.000 Euro. Der Schaden am Fahrzeug des Geschädigten wird auf etwa 20.000 Euro geschätzt. Der Schaden an den Verkehrseinrichtungen beträgt rund 300 Euro.

 

Landkreis Hof:

 

Entgegenkommendes Fahrzeug touchiert

Aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit bei winterlichen Straßenverhältnissen kam es zu zwei Verkehrsunfällen in Hof. Ein 31-jähriger Fahrer eines Kleintransporters befuhr die Ferdinand-Porsche-Straße und wollte nach rechts in die Wilhelm-Maybach-Straße abbiegen. Während des Abbiegevorgangs geriet das Fahrzeug ins Rutschen und touchierte ein entgegenkommendes Fahrzeug im Heckbereich. Es entstand ein Sachschaden von rund 5.000 Euro.

PKW landet im Straßengraben

Gegen 15.00 Uhr war ein 37-jähriger Pkw-Fahrer auf der Ortsverbindungsstraße von Leimitz nach Haidt unterwegs. Auf schneebedeckter Fahrbahn geriet das Fahrzeug ins Schlingern, kam von der Fahrbahn ab und blieb im Straßengraben liegen. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 500 Euro. Auch in diesem Fall wird nicht angepasste Geschwindigkeit als Unfallursache angenommen.

Kleintransporter kommt von Fahrbahn ab

Am Freitagvormittag war ein 35-jähriger Mann mit einem Mercedes-Kleintransporter auf der B 289 von Weißdorf in Richtung Münchberg unterwegs. Auf der sogenannten „Wulmersreuther Höhe“ verlor er auf schneebedeckter Fahrbahn offenbar aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Fahrzeug, geriet ins Schleudern und rutschte nach rechts von der Fahrbahn. Der Kleintransporter kam schließlich im Straßengraben zum Stehen, wobei zudem ein Verkehrszeichen beschädigt wurde. Der Fahrer blieb unverletzt. Am Fahrzeug entstand ein Sachschaden von etwa 5.000 Euro, der Schaden am Verkehrszeichen wird auf rund 200 Euro geschätzt.

Audi gerät ins Rutschen

Am Freitagabend kam es auf der Kreisstraße vom Waldstein in Richtung Sparneck zu einem weiteren Glätteunfall. Ein 24-jähriger Audi-Fahrer geriet in einer Linkskurve auf schneebedeckter Fahrbahn offenbar ebenfalls aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit ins Rutschen und kam im rechten Straßengraben zum Stehen. Auch in diesem Fall wurde der Fahrer nicht verletzt. Am Audi A3 entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 2.000 Euro.

 

Landkreis Forchheim:

 

Fahrzeug kommt von Fahrbahn ab

Am Vormittag gegen 7.30 Uhr wollte eine 36-jährige Autofahrerin mit ihrem Skoda von der Staatsstraße 2191 bei Gräfenberg nach rechts auf die B2 abbiegen. Aufgrund starken Schneefalls und einer nicht geräumten Fahrbahn geriet das Fahrzeug im abschüssigen Bereich ins Rutschen und kam nach links von der Fahrbahn ab. Der Pkw blieb schließlich im Straßengraben stehen. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 1.000 Euro geschätzt.

PKW übersehen

Zur Mittagszeit ereignete sich ein weiterer Verkehrsunfall im Gräfenberger Ortsteil Walkersbrunn. Eine 48-jährige Pkw-Fahrerin war von Kasberg in Richtung Ortsmitte unterwegs und übersah dabei den vorfahrtsberechtigten Wagen eines 63-jährigen Mannes, der aus Richtung Weingarts kam. Bei dem Zusammenstoß entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 4.000 Euro.

LKW mit Sommerreifen beschädigt historisches Gebäude

Am Nachmittag gegen 15.00 Uhr kam es auf der Staatsstraße 2186 im Bereich Wüstenstein zu einem weiteren Unfall. Ein 43-jähriger Fahrzeugführer aus Sri Lanka war mit einem polnischen Sattelzug bergaufwärts unterwegs, kam jedoch aufgrund montierter Sommerreifen auf der winterlichen Fahrbahn nicht weiter. Beim anschließenden Rangieren kollidierte der Sattelzug mit dem Eck eines historischen Mühlengebäudes. Dabei wurde die Fassade erheblich beschädigt. Der Gebäudeschaden beläuft sich auf mindestens 50.000 Euro, am Lkw entstand lediglich geringer Sachschaden. Dem Fahrer wurde die Weiterfahrt bis zum Eintreten geeigneter Straßenverhältnisse untersagt.

29-Jährige kommt von Fahrbahn ab

Kurze Zeit später, gegen 16.15 Uhr, ereignete sich unweit der vorherigen Unfallstelle ein weiterer Verkehrsunfall. Eine 29-jährige Autofahrerin war auf der St 2186 von Wüstenstein in Richtung Siegritzberg unterwegs, als sie bei starkem Gefälle und schneeglatter Fahrbahn in einer Rechtskurve nach links von der Fahrbahn abkam und in die Schutzplanke rutschte. Der Sachschaden wird auf etwa 5.000 Euro geschätzt.

 

Landkreis Bamberg:

 

Winterliche Straßenverhältnisse mit Glätte und einsetzendem Schneefall haben von Freitag auf Samstag im Stadtgebiet Bamberg zu zahlreichen Verkehrsunfällen geführt. Die Polizei Bamberg-Stadt verzeichnete rund zwei Dutzend Einsätze. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden.

Zwei Unfälle mit Personenschaden

Lediglich zwei Unfälle endeten mit Personenschäden. An der Kreuzung Paradiesweg/Buger Straße kollidierten beim Abbiegen zwei Pkw. Die 21-jährige Unfallverursacherin erlitt dabei leichte Kopfverletzungen. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 10.000 Euro.
In der Geisfelder Straße stürzte eine E-Bike-Fahrerin aufgrund der Glätte und zog sich leichte Knieverletzungen zu. Sie wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

 

Landkreis Kulmbach:

 

Fahrerin verliert Kontrolle

Auf der Staatsstraße 2190 ist es am Freitagnachmittag zu einem Verkehrsunfall gekommen. Eine 65-jährige Fahrerin eines Skoda Enyaq war von Kulmbach in Richtung Kasendorf unterwegs, als sie auf Höhe der Ortschaft Katschenreuth auf schneebedeckter Fahrbahn die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor. Der Pkw rutschte über die Gegenfahrbahn, beschädigte einen Leitpfosten und kam schließlich in einem Graben zum Stehen. Die Fahrerin blieb unverletzt. Das Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 4.100 Euro geschätzt.

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